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Wiederentdeckung der klassischen Fundstelle von «Hornblende»-/Augit-Kristallen bei Härtlingen im Westerwald

Klein, Eberhard; Funk, Stephanie

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 76 (2011), p. 27 - 27

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published: May 26, 2011

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Kurzfassung

Zu den bedeutenden Geowissenschaftlern, die im 19. Jahrhundert u. a. im Westerwald tätig waren, gehört C. F. Sandberger. Er beschrieb in mehreren Artikeln aus einem vulkanischen Komplex bei Härtlingen (Westerburg) im Westerwald große Hornblende- und Augitkristalle. Ihn interessierte insbesondere das gemeinsame Auftreten beider Minerale und deren Beziehung zueinander (Sandberger 1849, 1851, Rammelsberg 1851). Daneben beschreibt er noch verschiedene andere Minerale (Zeolithe) und das Gestein von dieser Stelle. Diese Arbeiten wurden in der Folge von weiteren Autoren zitiert (u. a. Wenkenbach, 1880). Im letzten Jahrhundert geriet die Fundstelle dann in Vergessenheit. Wegebau- und Waldbauarbeiten führten dazu, daß dieses Vorkommen wieder entdeckt werden konnte. Neuere Untersuchungen wurden dadurch ermöglicht. Aufgrund einer geochemischen Analyse (RFA) konnte das Gestein als Basanit beschrieben werden. Die Ausmaße des Vulkanitkomplexes sind aufgrund der bestehenden Vegetation im Gelände nicht zu erkennen. Solifluktuative Ereignisse haben die Grenzen des Vorkommens verwischt. Die wenigen Geländeaufschlüsse zeigen einen Wechsel von festem Basanit mit Tuff. Aus den Tuffen lassen sich die beschriebenen Amphibole und Augite leicht herauslösen. Die Amphibole – optisch als Kaersutit (Analyse durch H. P. Schertl, RUB Bochum) bestimmt – liegen glänzend und mit angelösten Kanten vor.

Keywords

geotopehornblendeaugitemineralogywesterburggermany