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Kultur- und Erdgeschichte im Geotop «laufend» erleben - Geopfade im Geopark Schieferland

Tragelehn, Harald

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 76 (2011), p. 56 - 58

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published: May 26, 2011

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Kurzfassung

Der Geopark Schieferland wurde im Juni 2009 als Bayerisch-Thüringisches Gemeinschaftsprojekt von drei Naturparken gegründet (Abb. 1) und umfasst nahezu das Gebiet von sechs Landkreisen. Mit dem Thüringisch-Fränkischen Schiefergebirge und seinen ausgesprochen vielfältigen Gesteinsabfolgen des Erdaltertums wurde eine didaktisch anspruchsvolle Themengrundlage gewählt (Kober et al. 2007). Das «Abenteuer Erdgeschichte» reflektiert dabei besonders die gewaltigen Prozesse der variszischen Gebirgsbildung, die sich in kaum einer anderen Region Europas deutlicher manifestieren. Die Stadt Hof an der Saale, die «curia variscorum» im Sinne des Altmeisters der Gebirgstektonik, Eduard Suess, weist das «Schieferland» immerhin als Kernland und Namensgeber des Variszischen Gebirges aus. Fast 350 Geotope, darunter die meisten Typuslokalitäten der «Thüringischen» und «Bayerischen» Faziesreihen des Saxothuringikums, bilden weit verstreute Landmarken innerhalb des 3200 Quadratkilometer großen Geoparks. Ein grundlegender Gedanke war daher in der Gründungsphase des «Schieferlandes», diesen reichhaltigen Fundus auf möglichst öffentlichkeitswirksame Weise miteinander zu vernetzen.

Keywords

geotopegeopark