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Exkursion im Geopark Eiszeitland am Oderrand

Stackebrandt, Werner; Schlaak, Norbert; Priemuth, Reikja; Stackebrandt, Anne

Kurzfassung

Der Geopark Eiszeitland am Oderrand liegt im Jungmoränengebiet von Nordostbrandenburg. Er weist keine eigenständige geologische Entwicklung auf, sondern ist integrierter Bestandteil überregionaler geologischer Einheiten. Die prägnante Intensität seiner Landschaftsformung durch die nordeuropäische Inlandvereisung hebt dieses Gebiet jedoch aus der norddeutschen Glaziallandschaft heraus. Viele Regionen in Deutschland haben das Recht, ihre Bedeutung für die Entwicklung der Geowissenschaften herauszustellen, was häufig mit dem Ausrufen einer so genannten geologischen Meile verbunden wird. Für die Entwicklung unserer Anschauungen über die Bildung der norddeutschen Eiszeitlandschaft und die Verknüpfung einzelner glazigener und glazifluviatiler Formenelemente hat unbestritten die Region um Chorin und im erweiterten Sinn die Jungmoränenlandschaft um die Pommersche Eisrandlage in Nordost-Brandenburg diesen Ehrentitel verdient. Die Gründe dafür sind naheliegend. Zum Einen ist hier die morphologische Ausgestaltung der glazigenen Landschaftsformen so prächtigentwickelt, dasssieEinganginLehrbüchergefunden haben. Und zum Anderen war diese markante Landschaft auch aus Gründen der leichten Erreichbarkeit viele Jahre lang das Arbeitsgebiet der Berliner Quartärforscher. Fest verbunden ist mit diesem klassischen Gebiet der Eiszeitforschung (Marcinek et al. 1995) die Erkenntnis, dass sich die lithogenetischen Faziesräume gesetzmäßig anordnen und als glaziale Serie zusammentreten, die in ihren Hauptbestandteilen aus Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal bestehen.

Keywords

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