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Der Rochlitzer Berg als einmaliges Nationales Geotop – die Inwertsetzung des Rohstoffes „Rochlitzer Porphyrtuff“ im Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“

Krüger, Annett; Heß, Viola; Geißler, Marion; Lindner, Linda; Heidenfelder, Wolfram

Kurzfassung

Im Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ werden die im Permokarbon entstandenen vulkanischen Gesteine als Rohstoff und Basis für die Kulturlandschaftsentwicklung geotouristisch in Wert gesetzt (Abb. 1). Weitere mineralische Rohstoffe wie z.B. Kaolin als tertiäres Verwitterungsprodukt des Porphyrgesteins prägen den einzigartigen Charakter der Region. Kaolin ist als Grundbestandteil der Porzellanherstellung von besonderer kulturhistorischer Bedeutung (Krüger et al. 2013) und wird bis heute für verschiedene Verwendungszwecke in alle Welt exportiert (Heidenfelder et al. 2012). Des Weiteren stellen kleinere, ca. 20 Mio. Jahre alte Braunkohlenvorkommen wie im Thümmlitzwald südöstlich von Grimma (Rehse 2012), glaziale wie auch periglaziale Ablagerungen und Überprägungen (Löss, Kies, Schotter) sowie holozäne, fluviatile Sedimente die geologische Grundlage im Geopark dar (Krüger et al. 2011, Heidenfelder et al. 2012). Einige dieser Rohstoffe werden seit Jahrhunderten abgebaut und spielen für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Region eine bedeutende Rolle (Heidenfelder et al. 2012). Nennenswert sind der Pyroxenquarzporphyr für die Herstellung von Schotter und Splitt, der Beuchaer Granitporphyr als Bau- und Dekorationsgestein (Leipziger Völkerschlachtdenkmal) sowie der „Rochlitzer Quarzporphyr“ als begehrter Werk- und Bildhauerstein (Kleeberg 2010).

Keywords

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