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Grußwort des Präsidenten des Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen e.V.

Gey, Gerhard

Kurzfassung

ein herzliches Willkommen im Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen, seit gut einem Jahr 15. Nationaler Geopark in Deutschland. Es ist uns eine Freude, die 20. Internationale Jahrestagung GeoTop und das 40. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen unter dem Motto „Kultur.Wert.Stein – Verantwortung und Chancen für Geoparks“ bei uns auszurichten. Unser Geopark hat eine rasante Entwicklung genommen. Aus wissenschaftlichen Arbeiten der Universität Leipzig, einem Treffen der AG Bergbaufolgen zum Thema Landschaftsentwicklung, Bodenschätze und Bergbau in Nordwestsachsen und dem Bestreben unseres Vereins, unsere als besonders empfundene Landschaft in Wert zu setzen, entwickelten wir die Idee des Geoparks Porphyrland. Wir haben daraus ein von der EU gefördertes transnationales Kooperationsprojekt im Rahmen der LEADER-Förderung gemacht. Ich möchte an dieser Stelle für diese Förderung danken und unsere Freude über die konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, dem österreichischen Geopark Erz der Alpen, der während der Zusammenarbeit die Hürde zum UNESCO-Geopark erfolgreich genommen hat, und dem thüringischen Geopark Inselsberg – Drei Gleichen, der erfolgreich als Nationaler Geopark re-evaluiert wurde, ausdrücken. Jedes Treffen hat uns mit großen Schritten vorangebracht und wir wollen diese fruchtbare Kooperation fortsetzen. Unser Geopark ist von unten gewachsen. Geologische interessierte Bürger (und Bürgermeister) und ehemalige Beschäftigte der Steinbrüche und Tagebaue haben lange vor der Geopark-Idee Wichtiges vor dem Vergessen bewahrt und in Form von Ausstellungen, Publikationen u. a. immer wieder auf das geologische Potenzial hingewiesen. Ich danke hier beispielgebend dem Heimatverein Hohburg und der Gemeinde für das deutschlandweit bekannte Museum Steinarbeiterhaus, der Stadt Rochlitz für die Initiativen am Nationalen Geotop Rochlitzer Berg, dem Heimatverein Röcknitz-Treben für die Idee zum Geopark, für die Ausstellung und den Geoerlebnisgarten im Herrenhaus Röcknitz, der Stadt Leisnig mit den Ortsteil Börtewitz für den Geotopschutz am „Versteinerten See“ aus der Rotliegendzeit vor rund 290 Mio. Jahren. Das macht unseren Geopark bunt und uns die Aufgabe nicht leicht, alles unter ein gemeinsames Erscheinungsbild zu bringen. Zu danken ist allen, die die junge Idee mit eigener Initiative stärkten und ihre Chancen nutzten. Wir freuen uns, dass die Förderung für den Umbau des Bahnhofs Mügeln zu einem Erlebniszentrum für den Kaolinabbau und die Schmalspurbahn bewilligt wurde und der Umbau begann. Wir selbst haben unsere Region neu sehen gelernt und neue Chancen für Umweltbildung und Tourismus, für die regionale Wirtschaft und die Kultur daraus abgeleitet. Partner sind uns dabei die Unternehmen der Region geworden, die unsere Rohstoffe abbauen und verarbeiten. Wir haben einen guten Weg vor uns, für den wir hier im größten Vulkanitgebiet des Perm, in der wunderbaren Muldelandschaft gut aufgestellt sind. Mit Hoffnung schauen wir auch auf die neuen Chancen für UNESCO-Geoparks. Kultur.Wert.Stein – das ist unser Thema für viele Jahre. Ich wünsche der Konferenz einen guten Verlauf.

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Grußwort