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Vorwort des Arbeitskreises Bergbaufolgen

Rascher, Jochen

Kurzfassung

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Fachkolleginnen und -kollegen, im Jahre 2014 wurden die langjährigen Bemühungen der örtlichen Akteure – gemeinsam mit geo- und tourismuswirtschaftlichen Fachleuten der Universität Leipzig, aus Geoconsultingbüros und der Rohstoffindustrie – zum Implementieren eines Geoparks im sächsischen Muldental zwischen Rochlitz und Wurzen durch die Übergabe der Zertifizierungsurkunde als „Nationaler Geopark“ gekrönt. Einen kleinen Mosaikstein zur Entstehung des heutigen Nationalen Geoparks Porphyrland. Steinreich in Sachsen konnte der Arbeitskreis Bergbaufolgen im Jahre 2010 mit seiner 27. Tagung im sächsischen Röcknitz, gemeinsam mit dem Heimatverein Röcknitz-Treben und der örtlichen Steine- und Erden-Industrie beisteuern. Ergebnis dieses Kolloquiums war ein Tagungsband in der Schriftenreihe EDGG der Deutschen Geologischen Gesellschaft, in dem erstmals die geologischen Grundlagen im nördlichen Teil des heutigen Nationalen Geoparks Porphyrland. Steinreich in Sachsen, damals noch Geopark Nordsachsen, sowie das geotouristische Potential der Region zusammenfassend publiziert wurden. Deshalb freuen wir uns besonders, dass das 40. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen, jetzt in Zusammenarbeit mit dem Geopark Porphyrland und der Fachsektion GeoTop der DGGV, im Kontext zu deren 20. Internationalen Jahrestagung GeoTop 2016 hier im historischen Ambiente des reformationsgeschichtlich bedeutsamen Zisterzienserinnenklosters Marienthron in Nimbschen stattfinden kann. Mit dieser Tagung werden nicht nur die „geologischen Schätze“ des Geoparks Porphyrland anhand von Vorträgen und Exkursionen vorgestellt. Unter dem Motto „Kultur Wert.Stein“ sollen die generellen Chancen und Möglichkeiten von Geoparks für die geowissenschaftliche Umweltbildung, für die Förderung des Rohstoffbewusstseins in der Bevölkerung und zur geotouristischen Vermarktung beleuchtet werden. Deshalb ist es besonders erfreulich, auch Vertreter der UNESCO in Nimbschen begrüßen zu können, die das im November 2015 beschlossene neue UNESCO-Geopark-Programm vorstellen: Eine Möglichkeit für Geoparks, internationale Reputation zu erwerben und damit auch zur Regionalentwicklung beizutragen, wie dies auch der Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen mit seinem 2015 eingereichten Antrag zur Zertifizierung als UNESCO-Geopark anstrebt.

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