Field trip guide

Kurzexkursion Weltkulturerbe Rammelsberg

Großewinkelmann, Johannes; Luppold, Friedrich Wilhelm; Buchholz, Peter; Klappauf, Lothar; Malek, Katharina; Stedingk, Klaus

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 90 (2017), p. 121 - 142

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published: May 12, 2017

DOI: 10.1127/sdgg/90/2017/121

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Kurzfassung

Die Erzlagerstätte des Rammelsberges hat den Rang einer Weltklasse-Lagerstätte und gehört aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erforschungsgeschichte zugleich zu den klassischen Typ-Lagerstätten innerhalb der weltweit verbreiteten Massivsulfide. Wegen dieses Alleinstellungsmerkmals wird diesem ersten Exkursionsteil eine Beschreibung der Lagerstätte und die heutige Interpretation ihrer Genese vorangestellt. Die Rammelsberger Erzlagerstätte bestand im Wesentlichen aus zwei großen kompakten Lagern. Genetisch handelte es sich um sedimentäre polymetallische Massivsulfiderze, wie sie weltweit häufig vorkommen und für die Versorgung unserer heutigen Technikgesellschaft mit Metallrohstoffen erhebliche Bedeutung besitzen. Mit einem geschätzten Gesamtpotenzial von ca. 30 Mio. t Roherz zählt der Rammelsberg zu den bedeutendsten Zink-Blei-Kupfer-Lagerstätten Europas. Auf relativ engem Raum befand sich hier eine Metallkonzentration, die mit 4,6 Mio. t Zink, 2,2 Mio. t Blei, 0,54 Mio. t Kupfer, über 4000 t Silber und etwa 30 t Gold Weltgeltung besaß. Über die Lagerstätte selbst, wie über die Geschichte des damit verbundenen Berg- und Hüttenwesens liegt ein außerordentlich umfangreiches Schrifttum vor (z. B. Kraume 1955 oder Roseneck 2001).

Keywords

polymetallische MassivsulfiderzeMetallrohstoffRoherzRammelsbergZink-Blei-Kupfer-Lagerstätte