Original paper

The sandstone of the fortress Rosenberg in Kronach between ecology and cultural heritage preservation

Drewello, Rainer; Schmiedinger, Andreas

Abstract

In this example of the rampart walls of the fortress Rosenberg in Kronach, the interaction between flora, fauna, and new red sandstone was examined. The results here discuss the material science element of an interdisciplinary research project. In this article, the role of the new red sandstone is analysed in relation to the growth of vascular plants, mosses, and lichens. Vice versa, the impact of the vegetation on the architectural relics was studied. One of the results deduced that the Kronach sandstone could be classified in four varieties. Despite significant differences in the stones physical properties, the influence of the different stone varieties are surprisingly small. With the exception of growth of trees and bushes, neither for the higher plants nor for the mosses and lichens mechanism can be proven showing the acceleration of the biodeterioration of the sandstone. The vegetation has either none or a protective effect. Only crust lichens can cause, in singular cases, permanent damages. Constructive and biogenic induced carbonate precipitations underneath the surface of the sandstone have a deceleration effect on the corrosive degradation.

Kurzfassung

Am Beispiel der Wallmauern der Festung Rosenberg in Kronach wurden die Wechselwirkungen von Flora, Fauna und Buntsandstein untersucht. Die vorgestellten Ergebnisse behandeln den materialwissenschaftlichen Teil eines interdisziplinären Forschungsvorhabens, in dem der Werkstein und seine Bedeutung für das Wachstum von Gefäßpflanzen, Moosen und Flechten untersucht wurden. Umgekehrt wurden die Auswirkungen der Vegetation auf den gebauten Bestand studiert. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass sich der Kronacher Sandstein in vier Varietäten unterteilen lässt. Trotz signifikanter Unterschiede in den gesteinsphysikalischen Eigenschaften sind die Auswirkungen der Sandsteinvarietäten auf die Vegetation überraschend gering. Mit Ausnahme von Gehölzen (Bäume, Sträucher) sind weder für Gefäßpflanzen, noch für Moose und Flechten Mechanismen zu belegen, die den Zersetzungsprozess des Sandsteins erheblich beschleunigen würden. Die Vegetation hat vielmehr keine oder eine schützende Wirkung. Nur Krustenflechten rufen im Einzelfall Schäden hervor. Eine den korrosiven Abbau verlangsamende Wirkung haben Carbonatfällungen unterhalb der Sandsteinoberfläche, die baukonstruktive Ursachen haben und biotisch kontrolliert sind.

Keywords

new red sandstoneprecipitationbiogenic surface layerbioprotection