Original paper

Large earth flows in Emilia-Romagna (Northern Apennines, Italy): origin, reactivation and possible hazard assessment strategies

Bertolini, Giovanni

Abstract

This paper proposes an overview on ancient earth flows of the Emilia-Romagna Apennines and their reactivation mechanisms, with a view to gleaning information that can subsequently be utilised to formulate a risk reduction strategy. All considerations made herein are the result of direct experience and observation of actual events which have occurred over the past few decades in the Northern Apennines. Particular attention has been paid to the analysis of the evolution of landslides during actual reactivation, acknowledging a typical, recurring succession of events that precede the failure of the slope. The hazard assessment of these large landslide bodies, which are of slope scale, constitutes a thorny problem, especially in view of the inapplicability of traditional deterministic models such as limit equilibrium stability analysis. The usual set of factors that form the basis of deterministic methods is insufficient to make reliable predictions about the future behaviour of these landslides and their related hazard. Nevertheless, a site-specific assessment of probability of reactivation is fundamental to effective land-use planning. In general, the observation of past events has proved to be a useful mean for understanding which are the conditions and behaviours that usually lead to the reactivation of an ancient landslide body.

Kurzfassung

In diesem Artikel wird ein Überblick über alte Schuttströme im Apennin der Region Emilia-Romagna und ihre Reaktivierungsmechanismen gegeben, unter Berücksichtigung der Erfassung von Daten, die anschließend zur Entwicklung von Strategien zur Risikoverminderung verwendet werden können. Alle Ausführungen dieses Artikels sind Ergebnisse von Erfahrungen und direkter Beobachtung von Hangbewegungsereignissen im nördlichen Apennin der letzten Jahrzehnte. Im Fokus steht die Analyse der Entwicklung von Rutschungen während ihrer Reaktivierung. Es zeigt sich, dass dem Versagen eines Hanges bzw. der Reaktivierung einer Rutschmasse eine typische, wiederkehrende Abfolge von Ereignissen vorausgeht. Die Gefahrenbeurteilung solch großer Rutschkörper, von der Dimension einer ganzen Hangflanke, stellt ein schwieriges Problem dar, besonders angesichts der Tatsache, dass sich traditionelle, deterministische Modelle wie die Grenzgleichgewichts-Stabilitätsanalyse nicht anwenden lassen. Die üblicherweise herangezogenen Faktoren und Parameter, die die Grundlage deterministischer Methoden darstellen, reichen nicht aus, um verlässliche Vorhersagen über das zukünftige Verhalten dieser Rutschungen und der damit verbundenen Gefahren zu treffen. Nichtsdestoweniger ist eine lokale, ortsbezogene Beurteilung der Wahrscheinlichkeit für eine Reaktivierung von grundlegender Bedeutung für eine wirkungsvolle Landnutzungsplanung. Es hat sich herausgestellt, dass die Beobachtung vergangener Ereignisse im Allgemeinen ein brauchbares Mittel ist, um zu verstehen, welche Umstände und welches Verhalten alter Rutschungen üblicherweise zu deren Reaktivierung führen.

Keywords

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