Original paper

The geothermal potential of salt structures in Northern Germany

Fromme, Kirsten; Michalzik, Dieter; Wirth, Wolfgang

Abstract

Temperature fields of the salt diapirs Taaken, Scheeßel, Wedehof, Ostervesede and Söhlingen as well as the salt pillows Rotenburg and Lüdingen in the region of Rotenburg (Wümme) were determined on the basis of temperature data from hydrocarbon wells.The focussing of the heat flow in the Zechstein salt results in zones with different utilisation properties for a potential geothermal exploration.Temperatures in the salt diapirs and the overlying strata are increased up to a depth of 2500 m compared to the proximal environment. The values are increased at an average of 10 to 15 °C in comparison to the local temperature. The maximum positive anomaly is 24 °C. The increased geothermal potential can be developed with shallow, medium and deep geothermal probes. The local hydrogeological conditions can enhance the utilisation potential at a shallow exploitation.Positive temperature anomalies have also been observed above deep salt pillows.Temperatures are increased to a depth of 4000 m compared to the surrounding rocks. The temperature plus is frequently in the range of 10 °C. The potential above deep salt pillows can be developed by geothermal probes or geothermal doublets.

Kurzfassung

Für die in der Region Rotenburg (Wümme) liegenden Salzstöcke Taaken, Scheeßel, Wedehof, Ostervesede und Söhlingen sowie die Salzkissen Rotenburg und Lüdingen wurden die Temperaturfelder anhand von Temperaturdaten aus Kohlenwasserstoffbohrungen bestimmt.Aufgrund der Fokussierung des Wärmestroms im Zechsteinsalz ergeben sich für eine potenzielle geothermische Erschließung Bereiche mit unterschiedlichen Nutzungseigenschaften.In den Deckschichten und innerhalb der Salzstöcke sind die Temperaturen bis in eine Tiefe von etwa 2500 m im Vergleich zur näheren Umgebung erhöht. Im Durchschnitt liegen die Werte etwa 10-15 °C über den Normaltemperaturen. Maximal werden 24 °C über Normaltemperatur erreicht. Das erhöhte Temperaturpotenzial kann mit oberflächennahen, mitteltiefen und tiefen Erdwärmesonden erschlossen werden. Bei der oberflächennahen Erschließung können die lokalen hydrogeologischen Bedingungen das Nutzungspotenzial weiter verbessern.Über tief liegenden Salzkissen sind ebenfalls positive Temperaturanomalien zu verzeichnen. Bis in Tiefen von 4000 m sind die Temperaturen gegenüber den umgebenden Gesteinen erhöht. Das Temperaturplus liegt ebenfalls häufig in der Größenordnung von 10 °C. Über tiefen Salzkissen kann dieses Potenzial durch tiefe Sonden, gegebenenfalls aber auch durch eine hydrogeothermische Erschließung genutzt werden.

Keywords

north german basingeothermal potentialsalt diapirsalt pillowtemperature anomaly