Original paper

Can sustainable development be achieved if geology is ignored?

Royse, Katherine R.; Banks, Vanessa J.; Bricker, Stephanie H.; Marchant, Andrew P.

Abstract

?Sustainable development? implies that a stable relationship between human activities and the natural world is possible such that the prospects of future generations do not diminish. Can this really be achieved in our urban centres where social and economic issues are often the driving force behind development? Geoscience information has traditionally been under-utilised in planning and development, because all too often its relevance and significance is misunderstood or underappreciated. However, this is starting to change. Using case studies from London and the Thames Gateway Development Zone, this paper discusses how technological developments, such as improvements in GIS technologies and 3D modelling software, are driving this turnaround. The paper also considers the impact of organisations not sharing ground investigation geodata and know-ledge about anomalous ground conditions across London, the huge benefits that data sharing can offer and how lessons learned in this study can be applied to other urban centres. The paper will show that within the environmental ecosystem, if one component part is misunderstood, then developing sustainably without compromising future needs will be difficult, if not impossible, to achieve. In London, difficult ground conditions cost developer's time and money through project overruns and expensive engineering solutions. A more sustainable solution is in improving our understanding of the relationship between the geology (lithology) and its properties (physical, chemical or hydrological characteristics). We will show that for the urban underground to be fully utilised throughout Europe, the lack of development policies for the subsurface needs to be addressed. For a subsurface development policy to be written, stakeholders will need to regard the urban underground as environmentally sensitive, just as it does for the surface.

Kurzfassung

,,Nachhaltige Entwicklung? setzt voraus, dass eine tragfähige Beziehung zwischen menschlichen Aktivitäten und dem natürlichen Umfeld möglich ist, sodass die Perspektiven künftiger Generationen nicht schwinden. Kann das tatsächlich in unseren Stadtzentren erreicht werden, wo soziale und wirtschaftliche Interessen oft die treibenden Kräfte der Entwicklung sind? Geowissenschaftliche Informationen werden bei Planung und Entwicklung traditionell wenig genutzt, da allzu oft ihr Gewicht und ihre Bedeutung verkannt werden. Dies beginnt sich jedoch zu ändern. Fallstudien aus London und der ,,Thames Gateway Development?-Zone beschreiben in dieser Arbeit, wie technologische Entwicklungen diese Kehrtwendung zum Beispiel mittels GIS-Technologien und 3D-Modellierungs-Software vorantreiben. Es wird außerdem der Einfluss von Organisationen in London beleuchtet, die ihre geowissenschaftlichen Daten zum Baugrund und ihr Wissen über schwierige Baugrundbedingungen in London für sich behalten, und es werden die großen Vorteile beschrieben, den ein Datenverbund und die Übertragung von Erkenntnissen aus dieser Studie auf andere städtische Zentren bieten können. Es wird gezeigt, dass innerhalb des Umwelt-Ökosystems bei Unterschätzung einer Komponente eine umweltverträgliche Entwicklung kaum erreicht werden kann. In London verschlingen schwierige Baugrundbedingungen Zeit und Geld der Bauträger aufgrund von Projektüberziehungen und teuren Ingenieurlösungen. Eine nachhaltigere Lösung liegt in der Verbesserung unseres Verständnisses der Zusammenhänge zwischen der Geologie (Lithologie) und ihren Eigenschaften (physikalische, chemische oder hydrologische Charakteristika). Es wird gezeigt, dass für städtischen Untergrund überall in Europa der Mangel an Entwicklungsstrategien für den Untergrund thematisiert werden muss. Alle Akteure sollten für eine noch festzuschreibende Entwicklung für den oberflächennahen Untergrund Umwelt-Sensibilitäten entwickeln, wie sie für die Oberfläche bereits üblich sind.

Keywords

3d modellinglondonsustainable developmenturban geology