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Die Nucleus-Zone nebst anschließenden Horizonten und die Gattung Saynoceras im norddeutschen Unter-Neokom

Stolley, E.

Kurzfassung

1. Zur Gliederung des Mittel- und Obervalendis Im Jahre 1937 habe ich sowohl der norddeutschen Nucleus-Zone wie dem Vorkommen und Alter der Gattung Saynoceras eingehende Erörterungen gewidmet. Der Zufall hat es nun gewollt, daß bald nach Drucklegung derselben weitere Funde und Beobachtungen gemacht worden sind, welche das gegebene Bild zum Teil bestätigen, zum Teil aber etwas anders gestalten, so daß es bei der Wichtigkeit der behandelten Frage erwünscht sein muß, das Thema wieder aufzunehmen. Wiederum ist es ganz wesentlich Herrn Baurat HAPKE, Sachsenhagen, zu danken, daß ein weiterer Fortschritt unserer Kenntnis erzielt werden konnte. Dieser Fortschritt besteht einesteils darin, daß die eigenartige Nucleus-Zone, deren Niveau im Bereiche der Unteren Dichotomiten-Schichten des norddeutschen Unterneokoms erst soeben von mir sicher festgelegt werden konnte, sich außer an dem Hauptfundort Wiedenbrügge nun auch bei Hollwede im Kreise Minden hat nachweisen lassen. Jüngere Horizonte als die Polyptychiten-Schichten waren bis zu den oberen Dichotomiten-Schichten in Hollwede schon immer aufgeschlossen, wurden aber nicht abgebaut, so daß wenig Fossilien gefunden wurden. Nunmehr erfaßte der Abbau auch die höheren Schichten, so daß Herr Baurat HAPKE und Herr Dr. FORCHE, Celle, durch eine genauere Aufnahme der dortigen Ziegelei Dröge eine unsere bisherige Kenntnis an Sicherheit erheblich übertreffende Schichtenfolge nachweisen konnten, welche die Nucleus-Zone in einwandfreiem Zusammenhang mit den tieferen Polyptychiten-Schichten erkennen ließen.