Original paper

Siegener Schichten und alte Tektonik im Bergischen Lande Vortrag, gehalten bei der Hauptversammlung der D.G.G. 1949 in Wuppertal

Schriel, Walter

Kurzfassung

A. Stratigraphie Die früher von DENCKMANN und FUCHS zum Gedinne gerechneten Schichten des Bergischen Landes am Unterlauf der Agger und Sülz, sowie die gleichartig ausgebildeten im südwestlichen Teil des Ebbesattels, gehören den Siegener Schichten an. Sie stellen den Nordrand der Siegener Geosynklinale dar. Ihre am Rande des Old-Red-Kontinents abgelagerten Sedimente zeichnen sich durch Einschaltung starker Rotschieferlagen, Arkosen und Konglomerate aus. Sie führen neben einer verarmten Siegen-Fauna, unter der Rensselaeria crassicosta leitend ist, Panzerfische und eine charakteristische Devonflora. Die Schichten fügen sich ohne Ausnahme in das große Profil der Siegener Nordfazies von Belgien bis zum Sauerland ein. Die Siegen-Profile vom Nordrand des Hohen Venns (WUNSTORF) und die von der Kerspe-Talsperre und vom Wilbringhäuser Querhorst in der Ebbe lassen eine Transgression der hohen Siegener Schichten über Silur und Gedinne erkennen. Diese Transgression des höchsten Siegen oder seiner Äquivalente kennen wir ebenfalls aus dem Kellerwald und Harz (Erbslochgrauwacke).