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Grundsätzliches betreffend hydrogeologische Karten Vortrag anläßlich der Monatsversammlung in Wiesbaden, 9. Dez. 1949

Nöring, F.

Kurzfassung

Die hydrogeologischen Karten, die nach den Prinzipien bearbeitet wurden, wie sie DAHLGRÜN (1944, S. 200-201) aufstellte, beschränkten sich auf die Darstellung folgender Objekte: ,1. Das Vorkommen oberflächennahen Grundwassers, besonders in quartären und tertiären Ablagerungen. Soweit Grundwasserbeobachtungen vorliegen, sind die Spiegelgleichen jeweils für Frühjahr und Herbst einzutragen. 2. Die Verbreitung tieferer Grundwasserstockwerke sowie Darstellung der wasserführenden Schichten im tieferen Untergrunde, ihrer räumlichen Ausdehnung und Lagerung. 3. Wasserführende Spalten- und Gangzüge. 4. Sämtliche Quellen mit besonderer Bezeichnung der Thermal-, Heil- und Mineralwässer und Angaben über die Schüttung. 5. Verbreitung des Auftretens von gespanntem bzw. artesischem Wasser. 6. Darstellung von Flußversinkungen, von Karstwasserläufen usw. 7. Im Hochgebirge Eintragung der Gletscher und Firnflächen. 8. Angaben über die chemische Beschaffenheit und Temperatur. Ausscheidung von Gebieten mit kalk- und gipsreichen harten Wässern, Versalzung usw. 9. Umgrenzung der Schutzbezirke für Heilquellen und Wasserwerke. 10. Technische Angaben wie: Eintragung sämtlicher größerer Wassergewinnungsstellen sowie besonders wichtiger häuslicher oder bäuerlicher Einzelversorgungen, der Sammelbehälter und Hauptzuleitungen bis zu den Ortschaften. Eintragung sämtlicher Grundwasser-Beobachtungsstellen. Eintragung sämtlicher Stauanlagen. Eintragung sämtlicher Bergbaubetriebe oder anderer Gruben mit ständiger oder zeitweiser Wasserhebung. Eintragung der Bohrungen oder Brunnen zur Abwasserversenkung." ...