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Die Talsandbasis von Neuenhaus-Veldhausen im Emsland

Dietz, C.

Kurzfassung

An den Rand der Uelsener Stauchzone legt sich im Bogen von Süden nach Norden und Nordwesten ein weites Talsandgebiet, das von der Vechte und der Dinkel durchflossen wird. Abgesehen von einigen kuppigen Dünengebieten und eingesenkten Moorflächen ist die Oberfläche des Talsandes nahezu eben; sie ist mit schwachem Gefälle von der holländischen Grenze bei Lage in Richtung auf Neuenhaus, Emlichheim und Laar geneigt (O. TIETZE 1906, Taf. 3). So einfach der Aufbau dieses Gebietes an der Tagesoberfläche erscheint, so wechselvoll ist sein Untergrund; durch einen oberflächennahen Grundwasserstand können die Gebirgsschichten günstigstenfalls nur in den oberen Metern in Tagesaufschlüssen beobachtet werden. Aber durch zahlreiche Schußbohrungen und durch Bohrungen auf Wasser wurden die Schichten in und unter dem Talsande näher bekannt. Für die bereitwillige Überlassung des Untersuchungsmaterials danke ich den Herren Dir. K. RÖMER und F. FROMMEYER von der Preußag, J. ANDRES von der "Seismos" und den Bohrmeistern HÜBENTHAL, BOUCHARD und FUCHS von der Wasserwerks- und Brunnenbau G. m. b. H. in Achim. Der tiefere Untergrund ist im Untersuchungsgebiete durch die Erdölbohrungen, die auf den Strukturen Georgsdorf und Itterbeck (A. BENTZ 1946) heruntergebracht sind, bekannt geworden. Mit ihnen ist auch der Übergang vom Tertiär zum Diluvium erschlossen: im Erdölfelde Georgsdorf liegt Obereozän an der Basis des Diluviums, bei Uelsen sind es, der Schichtenneigung des Tertiärs im hiesigen Gebiete nach Westen entsprechend, marine Ablagerungen des Oligozäns. Zur Veranschaulichung der geologischen Verhältnisse im Diluvium sind 2 Schnitte durch das Talsandgebiet östlich der Uelsener Stauchzone gelegt (Abb. 1). Es sei zunächst die Schichtenfolge oberhalb des Tertiärs vom Liegenden zum Hangenden an Hand des Schnittes der Abb. 2 erläutert und alsdann mit der Abb. 3 der Anschluß dieser Schichten an das Höhengebiet von Uelsen besprochen.