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GOTTHARD FLIEGEL 

Stille, Hans

Kurzfassung

Gotthard FLIEGEL war Schlesier von Geburt. Dort war seine Familie, wie auch die seiner treuen Lebensgefährtin, verwurzelt. Aber den überwiegenden Teil seiner Arbeit hat der Schlesier dem westlichsten Deutschland, dem Rheinland, gewidmet, und zwar ganz besonders dem Niederrheinischen Becken. FLIEGEL wurde geboren am 28.12.1873 in Nieder-Dammer in Schlesien. Nach Besuch des Magdalenen-Gymnasiums in Breslau studierte er in Breslau, wo speziell F. FRECH sein Lehrer war. Hier wurde er 1898 auf Grund einer Dissertation über "Die Verbreitung des marinen Oberkarbons in Süd- und Ostasien" zum Dr. phil. promoviert. Noch im gleichen Jahre siedelte er von Breslau an das Geologisch-Paläontologische Institut zu Bonn über, wo er bis 1903 als Assistent von Clemens SCHLÜTER tätig blieb. Am 1.4.1903 trat er als Geologe bei der Preußischen Geologischen Landesanstalt zu Berlin ein. Hier wurde er 1911 zum Bezirksgeologen, 1920 zum Landesgeologen und 1923 zum Abteilungsdirektor für die Gebirgslandsaufnahmen ernannt. Im Herbst 1934 wurde er, da dem nationalsozialistischen Regime nicht genehm, aus der Vollkraft des Wirkens in den Ruhestand versetzt. Von 1912 bis 1922 hat er nebenamtlich einen Lehrauftrag an der Berliner Landwirtschaftlichen Hochschule wahrgenommen. Der Tod hat ihn in Berlin am 22. Juni 1947 ereilt. Auf der Beisetzungsfeier am 26. Juni hat Hans STILLE als Vorsitzender des damaligen provisorischen Vorstandes der Deutschen Geologischen Gesellschaft der Trauer der deutschen Geologenschaft um FLIEGELS Heimgang und ihrer Dankbarkeit für das, was er ihr und speziell der Deutschen Geologischen Gesellschaft gewesen ist, Ausdruck verliehen. -