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Die Metamorphose der Kohlen im Teutoburger Wald

Teichmüller, M.

Kurzfassung

Die Metamorphose der Wealdenkohle nimmt am Südrand des Niedersächsischen Beckens vom Limberg über Kloster Oesede im Teutoburger Wald bis nach Bohmte vom Flammkohlenüber das Fettkohlen- bis zum Anthrazitstadium überraschend schnell zu. Die hohe Inkohlung im Osnabrücker Raum kann weder auf fazielle Unterschiede der Ausgangssubstanz, noch auf besonders starke tektonische Beanspruchung, noch auf eine ungewöhnlich große Versenkungstiefe der Flöze zurückgeführt werden. Die Anthrazitbildung weist hier vielmehr auf eine besonders kleine geothermische Tiefenstufe hin. Aus Kohlensäurequellen und der jungen Blei-Zink-Vererzung des Hüggels hatte HAARMANN früher schon auf junge magmatische Intrusionen im Osnabrücker Raum geschlossen. Die Inkohlungsuntersuchungen im Wealden und Karbon führen zu der gleichen Annahme. Sie erlauben darüber hinaus, die Metamorphose profil- und kartenmäßig zu verfolgen. Auffälligerweise scheint nach den bisherigen Aufschlüssen der Raum höchster Inkohlung der magnetischen Anomalie des Bramscher Massivs zu entsprechen. Es wurde darum die Frage aufgeworfen, ob es nicht im Bereich einer großen prävariszischen Narbe zu erneuten Intrusionen in sehr viel jüngerer Zeit kam.