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Neue Beobachtungen zur Geologie des Frankenberger Raumes

Sobotha, Ernst

Kurzfassung

Im Oberen Zechstein läßt das Stätteberg-Flöz (Zo 2) eine nach NNO streichende Mulde erkennen, Kupfererzführung tritt am Südrande auf. Im Osten transgredieren die an der Basis auftretenden hellen Konglomerate über Kulm und Zechsteinkalk (Zu), der in einzelnen Fetzen, z. T. in schmalen Einbrüchen erhalten ist. Die tonigen Bildungen des Zo 2 nehmen nach dem Muldeninneren bis auf über 8 m zu, nach Nordosten hin stellen sich immer mächtiger kalkigdolomitische Lagen ein. Die feinstkörnigen gelbgrauen Sandsteine in der neuen Tongrube nördlich der Zgl. Frankenberg entsprechen in ihrer Korngrößenzusammensetzung völlig einem Löß, chemische Verschiedenheiten der Tone zeigt die Brennfarbe: weiter im Westen - hier treten auch Kupfererze im Ton auf - ist sie gelb, sonst rot. An der Grenze zwischen Frankenberger Sandstein (Zo 3) und oberem Konglomerat (Zo 4) tritt am Ederufer nordostwärts Birkenbringhausen als letzter Ausläufer kalkiger Ablagerungen eine langgestreckte, bis 27 cm mächtige linsenförmige Einlagerung eines stark sandigen Kalksteines auf. Der Untere Buntsandstein zeigt in dem jetzt beginnenden Wechsel dünner Letten- und Sandsteinlagen einen anderen Sedimentationsrhythmus. Schon die an der Basis auftretend 20-25 m mächtigen Unteren Bausandsteine (Su 1), die einen guten Baustein liefern, unterscheide, sich hierdurch gut von den Frankenberger Sandsteinen (Zo 3). Nach 80-100 m z. T. grellroten Letten mit dünnen Sandsteinplatten des Su 2 hört die gute Schichtung wieder auf; nachdem die Sandsteinplatten die Vorherrschaft erlangten, folgt massiger, kreuzgeschichteter Sandstein (Su 3), etwa 10-20 m mächtig. Weitgehend sind die Bänke zu lagenweise sehr tonreichem Sand zerfallen. Die erste sehr grobkörnige Lage im oberen Teil dieser zunächst noch feinkörnigen Sandsteine bzw. Sande leitet den Mittleren Buntsandstein ein, sie bildet die Grenzbank (Sm 1) Trotz ihrer geringen Mächtigkeit von nur etwa 1 m ist sie durch die in einzelnen Lagen etwa 2 mm großen, runden Quarzkörner besonders auffällig. Die folgenden über 100 m mächtigen plattigen Bildungen dürften den Gervillienschichten im S des Burgwaldes entsprechen (Sm 2) hier wechseln wieder Letten mit Sandsteinplatten. Nach Aufhören des stetigen Sedimentwechsels entstanden Sandsteine bzw. Sande des Sm 3; besonders unter alten Landflächen ist die 1 Zersetzung in lose Sande, aber mit örtlichen Verkieselungen erfolgt. Sandsteinplatten des Sm 4 (etwa 40 m) leiten zu dem Bausandstein (Sm 5) hinüber; jetzt sind wieder massige Sandsteine zur Ausbildung gelangt (über 10 m). Nußgroße Quarzgerölle treten im Hangenden auf, wieweit sie der Chirotherienstufe (Sm 6) entsprechen könnten, wäre noch zu klären