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Zur Frage der Pliozän-Pleistozän-Grenze (Unter Berücksichtigung des Buchenauer Braunkohlenvorkommens)

Leschik, Georg

Kurzfassung

Das Buchenauer Braunkohlenvorkommen, das wegen mangelnder Rentabilität seit 1949 nicht mehr ausgebeutet wird, liegt im nördlichen Teil des Kreises Hünfeld, etwa 8 km südlich Hersfeld. In den Tagesaufschlüssen, die etwa 40 m über dem Eitratal liegen, streichen die obersten Flöze (III und IV) sowie ein geringmächtiges oberstes Kohlenband aus. Die Braunkohlen sind in lockere Sande und Tone eingebettet. Diese Sedimente haben aber nur eine sehr begrenzte Ausdehnung von etwa 1/2 qkm; sie liegen in einer Buntsandsteinmulde, die sich wie die meisten jungen Becken der nächsten Umgebung von ESE nach WNW erstreckt. Dieses Vorkommen war schon HASSENCAMP (1878) bekannt, der auch eine Schichtenfolge der Tagesaufschlüsse mitteilt. Eine genauere Kenntnis insbesondere des Untergrundes brachten die im Jahre 1921 niedergebrachten Bohrungen, die von GUNZERT in einem Gutachten des Hessischen Landesamtes für Bodenforschung zusammengestellt wurden. Danach liegen die lockeren Sedimente im westlichen Teil der Mulde auf Mittlerem Buntsandstein, im östlichen - nach den Bohrprofilen zu urteilen - auf Schieferletten des Röts. Die tiefste Bohrung reicht bis zu einer Tiefe von 75 m; leider ist diese randlich angesetzt worden, so daß sie den Buntsandstein nicht erreicht. Es muß daher angenommen werden, daß in der Beckenmitte weit über 100 m Sedimente liegen. Die ungefähre Schichtenfolge, soweit sie auf Grund der Tagesaufschlüsse und des Bohrregisters ermittelt werden konnte, ergibt folgendes Bild vom Hangenden zum Liegenden.