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Die Geologie des Grenzgebietes zwischen nordöstlicher Sierra Morena und Extremadura

Fricke, Wolfgang

Kurzfassung

Das Untersuchungsgebiet liegt am Nordrande der Sierra Morena zwischen den Städten Llerenza-Azuaga und Guadalcanal, etwa 80 km nördlich von Sevilla. Die Schichtfolge: Die Malcocinado-Serie: Meist stark verschieferte, stellenweise hochgradig ausgewalzte und mylonitisierte Porphyroide. Nach vergleichenden Untersuchungen LOTZES mit anderen Teilen Spaniens ist diese Gesteinsfolge wahrscheinlich dem höchsten Algonkium zuzuordnen. Das Kambrium: Mit der unterlagernden Porphyroid-Formation ist diese Schichtfolge durch allmählichen Übergang verknüpft. Sie gliedert sich in folgende Einheiten: Sotillo-Konglomerate: Grobe, massige Konglomerate. Die Gerölle setzen sich aus feinkörnigen Ouarziten, unbeanspruchten Graniten und Gesteinen der Malcocinado-Serie zusammen. An der Hangend-Grenze nimmt die Anzahl und Größe der Einschlüsse schnell ab. Gleichzeitig schalten sich in zunehmendem Maße Quarzitbänke ein. Mächtigkeit: 400-500 m. Valverde-Quarzit: Feste, gebankte, vor allem im unteren Teile grobkörnige Quarzite. Mächtigkeit: sehr unterschiedlich, im Durchschnitt 50-150 m. Estebayannes-Schichten: Tonschiefer, die durch sandige und tonige Lagen feinst gebändert sind. Im unteren Teil finden sich vereinzelte Einschaltungen von schmalen Kalklagen und -bänken. Im oberen Teil werden die Gesteine zunehmend sandiger bis zum Auftreten von einzelnen Quarzitbänken in Nähe der Hangend-Grenze. Mächtigkeit: 400 m. Agua-Kalk: Wechsellagerung von rötlichen Tonschiefern mit mergeligen und reinen Kalken in wechselnden Mengenverhältnissen. Mächtigkeit: 300 m. Benalija-Schichten: Untere Folge: Monotone, grünlichgraue Tonschiefer mit Kramenzelkalk-Einschaltungen an der Basis. Obere Folge: Im unteren Teil flache, linsenförmige Sandeinschaltungen, die zum Hangenden über eine dünne Bänderschichtung in eine Wechsellagerung von Sandstein- und Tonschieferbänken übergehen. Mächtigkeit: 300 m.