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Geologie der östlichen Sierra Morena

Simon, Wilhelm

Kurzfassung

Die Karte der östlichen Sierra Morena, die im Abschnitt der Provinz Sevilla untersucht wurde, wird von altpaläozoischen Sedimenten und variszischen Plutonen beherrscht. Das Kambrium entwickelt sich von basalen Konglomeraten über eine helle klastische Folge zu blauen Mergeln und Bänderkalken; über Cryptozoon-Riffkalken folgen bunte Mergel und Schiefer mit den von R. & E. RICHTER beschriebenen pazifischen Trilobiten (Saukianda-Fauna) und mit Archäocyathaceen, darüber konglomeratische Arkose. Ordovizium zeigt im wesentlichen die gleiche Entwicklung wie in Jaén (HENKE). Das Gotlandium beginnt mit Graptolithen-Schiefern (Llandovery-Tarannon); Wenlock ist durch die sardisch-karnischherzyne Kalkfazies vertreten (u. a. Monograptus priodon, Cardiola cornu-copiae und gibbosa). Jüngere marine Sedimente sind nicht nachgewiesen. Auf Kambrium liegt diskordant limnisches Westfal und in anderen kleineren Senken Oberstefan/Unterperm. Hauptfaltung, Schieferung, Intrusion sind vor-westfal, schwache Nachfaltung und bedeutende Überschiebungen nach-westfal, unterschiedliches Wiederbeleben der Überschiebungen ist nach-stefan. Zwischen den letzten beiden Phasen Grünstein-Vulkanismus. Der alttertiäre Gebirgsrumpf mit Monadnocks wurde miozän an einer weitgespannten Flexur nach S abgebogen und vom Meer überflutet, vor-pliozän gehoben. Für einen Guadalquivir-Abbruch bestehen in der Provinz Sevilla keine Anzeichen.