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Der geologische Bau der Kommerner Bucht

Schröder, E.

Kurzfassung

Das im Nordteil der Eifeler Nord-Süd-Zone gelegene Triasdreieck wird im Westen durch einen reinen Erosionsrand begrenzt und taucht im Nordosten, in sich stark gestört, weithin bruchlos unter das niederrheinische Tertiär ein. Die tektonische Ausgestaltung der Triasbucht ist demnach größtenteils älter als das Jungtertiär, wahrscheinlich sogar präkretazisch. Aus der Absenkung der Tertiärschollen ergibt sich dann ein wiederholtes posthumes Aufreißen der Brüche in jüngerer Zeit. Der Südrand wird durch die Mechernicher Flexur mit ihren streichenden Verwerfungen gebildet, die ebenso wie die vorgelagerte erzgebirgisch gerichtete Mulde bereits variszisch angelegt ist. Das gleiche läßt sich auch für die Querverwerfungen bei Mechernich nachweisen. Altersunterschiede zwischen Längs- und Querbrüchen in der Trias sind nicht festzustellen, zumal häufig der Absenkungsbetrag einer Verwerfung der einen Richtung von einer fast senkrecht auftreffenden zweiten Störung übernommen wird. Im Untergrund der Niederrheinischen Bucht setzt sich die Triasmulde bis zur Erftstörung fort, die mit dem Billinger und Lommersumer Horst bereits zu den prätertiären Strukturelementen gehört. Wahrscheinlich ist auch Lias im Untergrund der Bucht in erheblichem Umfange verbreitet.