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Zur Geologie des Hohen Venns (Stratigraphie, Paläogeographie, Tektonik)

Schmidt, Wolfgang

Kurzfassung

Die bei der Kartierung der Blätter Stolberg, Aachen, Lendersdorf, Herzogenrath (Südteil), Düren (Südwestteil) und Rötgen-Eupen (Nordteil) gewonnenen Ergebnisse hinsichtlich des Paläozoikums des Venns sind paläogeographischer, tektonischer, stratigraphischer und paläontologischer Art. 1. Paläontologisch konnte nachgewiesen werden, daß der Vennkern vom Beginn des Devons an bis zum Oberkarbon hinein als Schwelle hochragte, die teilweise sogar Festland war. 2. Tektonisch erwies sich, daß WUNSTORFS Deckenbau am Nordrand des Venns auf dem Blatt Rötgen-Eupen nicht mehr zu halten ist, da er die als Beweise für diesen Deckenbau herangezogenen stratigraphischen Horizonte falsch eingeordnet hat. Dagegen wurde eindeutiger Deckenbau am Rande der Blätter Düren und Lendersdorf nachgewiesen. 3. Stratigraphisch ließ sich neben vielen anderen Ergebnissen eine neue Gliederung des Oberdevons und des Gedinnes aufbauen. 4. Paläontologisch ist vor allem der Fund der auf deutschem Boden ältesten Wirbeltiere im Gedinne des Nordabfalls des Hohen Venns bemerkenswert. Die Agnathen führende Schicht liegt Stratigraphisch über der die Fauna von Weismes enthaltenden Folge, die DAHMER 1942 revidierte.