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Vulkanismus und Rotliegendgliederung im Saar-Nahe-Bergland

Schröder, Eckart

Kurzfassung

1. Bisherige Gliederung des jüngeren Rotliegenden Die Gliederung des jüngeren Rotliegenden im Saar-Nahe-Bergland hat seit den ersten amtlichen Aufnahmearbeiten der preußischen Geologen manche Wandlung erfahren. Während die Einteilung des älteren Rotliegenden in Kuseler, Lebacher und Tholeyer Schichten ihren stratigraphischen Wert im wesentlichen bis heute behalten hat, blieb die Grenze zum Oberrotliegenden und dessen weitere Unterteilung ein recht umstrittenes Problem. Auf den älteren Spezialkarten von Saar und Nahe waren die Söterner Schichten in der weiteren Umrahmung des Nohfelder Porphyrmassivs noch zum Unterrotliegenden gerechnet, doch betonte damals schon LEPPLA (1898), daß sie aus tektonischen und petrographischen Gründen wohl richtiger ins Oberrotliegende zu stellen seien. Entsprechend parallelisierten dann auch die Pfälzer Geologen die Söterner Stufe mit ihrem tieferen Oberrotliegenden (Hochsteiner Schichten), das die Eruptivdecken des Grenzlagers samt deren sedimentären Begleitgesteinen umfaßte. Von KÜHNE (1923) und LEPPLA (1925) wurden später die Verhältnisse bei Nohfelden zum Anlaß genommen, die Söterner Schichten als stratigraphische Stufe überhaupt zu streichen und sie lediglich als örtliche Fazies der tieferen Waderner Schichten bestehen zu lassen. Damit sollte sich diese Stufe nicht mehr wie bisher nur aus den hangenden, vorwiegend grobklastischen Sedimenten aufbauen, sondern auch die gesamten Eruptivlager einschließen. Diese Auffassung KÜHNES wurde von den meisten Autoren übernommen. Nur einige, wie z. B. v. BUBNOFF (1948, S. 300), möchten an der Selbständigkeit der Söterner Schichten und, in Analogie zu den anderen Rotliegendgebieten, an einem unter- bzw. mittelrotliegenden Alter der eruptiven Bildungen festhalten. Für die jüngste der ursprünglich ausgeschiedenen Stufen, den Kreuznacher Sandstein an der unteren Nahe, oder wenigstens für ihren höheren Teil, wird jetzt wohl allgemein ein Zechsteinalter angenommen, ohne daß allerdings wirkliche Beweise dafür erbracht werden konnten.