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Die Herkunft der basaltischen Auswürflinge im weißen Bims des Niedermendiger Grubenfeldes

Michels, Franz Xaver

Kurzfassung

Vorwort Die vorliegende Arbeit entstand auf Anregung von Herrn Prof. Dr. W. AHRENS. Das Ziel der Untersuchungen war es, durch Bestimmung der Herkunft der basaltischen Auswürflinge im weißen Bims des Niedermendiger Grubenfeldes die Ausbruchsstelle der dortigen Trachyttuffe festzustellen. Im Laufe der Arbeit nahmen die Untersuchungen einen nicht vorausgesehenen Umfang an. Das Sammeln der vielen Gesteinsproben für den petrographischen Vergleich der verschiedenen Lavaströme im Laacher-See-Gebiet, die Anfertigung und Auswertung von etwa 250 Dünnschliffen, die systematische Profilaufnahme in den einzelnen Aufschlüssen bei Niedermendig und nicht zuletzt die Anlage mehrerer wichtiger Schürfe ließen sich nur in längerer Zeit durchführen. Manche Fragen sind noch offen geblieben, z. B. die genaue Untersuchung des durch die Auswertung des Raumbildes der Bimsablagerungen abgrenzbaren Eruptionsraumes, aus dem die Tuffe im Niedermendiger Grubenfeld stammen Eine solche weitgreifende Untersuchung muß einer besonderen Studie vorbehalten werden. Herrn Prof. Dr. AHRENS danke ich für die Anregung zu dieser Arbeit; weiter bin ich Herrn Prof. Dr. RODE für die vielseitigen Unterstützungen und für das Interesse, das er dieser Arbeit entgegengebracht hat, zu großem Dank verpflichtet. Auch Herrn Dozent Dr. J. FRECHEN danke ich für Hinweise und Ratschläge. Problemstellung Während die phonolithischen Quellkuppen und die basaltischen Schlackenkegel des Laacher-See-Gebietes unmittelbar an der Ausbruchsstelle entstanden und auch bei den Lavaströmen, da sie meist mit einem Schlackenkegel in Verbindung stehen, die Ausbruchsstelle noch recht sicher festgestellt werden kann, sind die trachytischen Bimstuffe in weit ausgedehnten Decken abgelagert, die keine unmittelbaren Rückschlüsse auf den Ausbruchspunkt gestatten. Dies ist der Grund, weshalb über die Herkunft dieser Tuffe noch starke Meinungsverschiedenheiten bestehen. Die petrographische und geologische Untersuchung der Bimstuffe des Laacher-See-Gebietes, vor allem durch R. BRAUNS und W. AHRENS, führte zur Unterscheidung folgender Arten.