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Zur Geologie der Salmerwald- und Gerolsteiner Mulde (Devon, Eifel)

Krömmelbein, Karl

Kurzfassung

Eine 1949-1950 erfolgte geologische Aufnahme der Salmerwald-Mulde, verbunden mit Vergleichsbegehungen in der Gerolsteiner Mulde, ergaben einige allgemeinere Gesichtspunkte. Gegenüber den Nachbargebieten zeigt die Schichtfolge Abweichungen, die Fazies und Mächtigkeiten betreffen. Das Oberkoblenz ist lückenhaft (es fehlen Wiltzer Schichten) und sehr geringmächtig entwickelt. So vermindert sich der Wetteldorfer Sandstein zwischen Mürlenbach und Neroth (vom W- bis zum E-Ende der Salmerwald-Mulde von etwa 20 m auf 5 m); die Heisdorfer Schichten sind durchweg nur rund halb so mächtig wie in der westlich benachbarten Prümer Mulde (7-10 m gegen etwa 20 m). Unter Hinzuziehung von neueren Beobachtungen in der Gerolsteiner Mulde läßt sich ein Faziesgebiet in der SW-Eifel ausscheiden (vgl. KUCKELKORN & VORSTER 1926), das die Daleider Muldengruppe, Prümer Mulde, Salmerwald-Mulde und den SW-Teil der Gerolsteiner Mulde umfaßt. Es kann als das Gebiet des gut gegliederten Oberkoblenz (Koblenz-Quarzit, Wiltzer Schichten z. T., Wetteldorfer Sandstein, Heisdorfer Schichten) bezeichnet werden. Diesem Gebiet steht im NE ein anderes gegenüber, das den nordöstlichen Teil der Gerolsteiner Mulde, die Hillesheimer, Ahrdorfer, Dollendorfer, Rohrer sowie Teile der Blankenheimer und Sötenicher Mulde umfaßt. In ihm fehlen Koblenz-Quarzit und Wiltzer Schichten, Wetteldorfer Sandstein zum größten Teil; nur die Heisdorfer Schichten sind überall vorhanden. Sie liegen hier unmittelbar auf Buntschiefer führenden Gesteinen, die petrographisch wie die Klerfer Schichten des Unterkoblenz ausgebildet sind, aber ganz oder zum größten Teil in der Literatur als Oberkoblenz in Rotschiefer- oder sonstiger Fazies aufgefaßt werden (z. B. auf der Übersichtskarte 1:200 000, Blätter Cochem und Köln). Aus manchen Gründen ist es aber wahrscheinlich, daß die Rotschiefergesteine, welche in Klerfer Fazies die Heisdorfer Schichten unterlagern, hier zwar das Oberkoblenz vertreten können, aber nur mit ihren höchsten, geringmächtigen Teilen. Mit ihrer Hauptmächtigkeit gehören die Rotschiefergesteine auch hier in das Unterkoblenz.