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Exkursion in die Trierer und Luxemburger Bucht am 14. und 15. September

Lucius, M.; Schröder, Eckart

Kurzfassung

Am nördlichen Steilabhang des breiten Moseltales bei Euren wurde zunächst der dickbankige geröllführende Vogesensandstein studiert. Auf der Bitburger Straße gelangte man sehr bald über einige Störungen in den Oberen Muschelkalk, dolomitische Kalke mit Encrinus liliiformis. Gleichzeitig bot sich auf der Höhe ein guter Überblick über die zahlreichen erzgebirgisch bis rheinisch verlaufenden Randverwerfungen der Trierer Bucht. In einem Steinbruch bei Udelfangen stand eine starke feinkörnige Sandsteinbank des Muschelsandsteins an, die von einer fossilreichen Dolomitbank überlagert wurde. Anschließend konnten bei Olk die Teilnehmer in einer Grube der Trierer Gipswerke einen Einblick in das Gips- und Anhydritlager des höheren Mittleren Muschelkalkes gewinnen. Nach der Mittagsrast in Bitburg wurde neben der Straße nach Oberweis ein Profil im Steinmergelkeuper mit auflagerndem Rhätsandstein besichtigt. Dann fuhr man bis an den Nordwestrand der Trierer Mulde bei Outscheid, wo typischer Oberer Buntsandstein mit konglomeratischen Schichten unmittelbar auf dem Schiefergebirge der Ardennen transgrediert. Die Nähe des triadischen Beckenrandes (Westrand der Eifelsenke) konnte außerdem an einem Aufschluß in Nußbaum demonstriert werden, der grobkonglomeratische Bänke des Unteren Keupers enthielt. Zum Abschluß wurde noch bei Kruchten ein Steinbruch in dem jüngsten Mesozoikum der Trierer Bucht, dem Luxemburgsandstein mit Schloth. angulata, besucht. Am nächsten Morgen brachte der Autobus die Teilnehmer von Bitburg aus über Echternach zur Stadt Luxemburg. Die Straße führte vorwiegend durch flachgelagerten Luxemburgsandstein, der in den Tälern, besonders auch in der Landeshauptstadt selbst, in malerischen Felsformen zutage tritt. In Baugruben am Stadtrand war das Auflager der Gryphitenkalke auf dem Sandstein aufgeschlossen. Über eine von tonigem höherem Lias eingenommene flache Landschaft ging es weiter nach Niedercorn, wo sich das erzführende Aalenien als deutliche Steilstufe abzeichnete. In einem Tagebau konnte das kieselige Erzlager besichtigt werden, anschließend bei Esch a. d. Alzette die höhere Schichtfolge mit dem grauen, gelben und roten kalkigen Lager.