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Zur Beurteilung der Silikaquarzite, besonders im Anschliff

Stützel, Helmut

Kurzfassung

Der Silikastein, der fast ausschließlich aus SiO2 bestehende, saure feuerfeste Stein, hat trotz Aufkommens der basischen Zustellungen noch immer seine eine Hauptverwendung im Siemens-Martin-Ofen, wo es vor allem auf höchste Hitzebeständigkeit ankommt. Die zweite wichtige Verwendung findet er im Koksofenbau, wo aber die Raumbeständigkeit im Vordergrund steht. Die daher unterschiedlichen Anforderungen sind in Gütenormen (DIN 1088 und 1089) niedergelegt, die für SM-Ofensteine bei einer kommenden Neubearbeitung hinsichtlich der Druckfeuerbeständigkeit etwas verschärft, für Koksofensteine etwas gemildert werden könnten. Für SM-Ofensteine, Silika I. Güte, sind etwa folgende Werte zu fordern bzw. zu erreichen und nach den angegebenen Prüfnormen festzustellen, die z. Z. neu bearbeitet werden. An die als Rohstoffe für solche Steine verwendeten Quarzite sind daher besondere Forderungen zu stellen. Die Überwachung der Rohstoffgüte und möglichster Gleichmäßigkeit, letztere natürlich auch in der Mischung des Versatzes, der Zerkleinerung und allen weiteren Vorgängen der Steinherstellung, ist um so wichtiger, als schon in einer Grube, ja an einem Stück, die Beschaffenheit sehr wechseln kann, was bei der wachsenden Knappheit an guten Quarziten mehr oder weniger hingenommen bzw. durch Mischung und sonstige Maßnahmen ausgeglichen werden muß. Von Silikaquarziten sind etwa folgende Eigenschaften zu fordern bzw. kommen praktisch in Betracht (2. Zahlenreihe). Aus den beiden Zusammenstellungen von berechtigten, aber nicht übertriebenen Forderungen und den Schwankungen der Eigenschaften, die z. T. schon nicht mehr in jedem Fall tragbar sind, ergeben sich die Prüfungen, auf denen die Beurteilung eines Silikaquarzits aufzubauen ist. Dabei ist vorab dem erfahrenen Prüfer aus dem Aussehen und anderen leicht anzustellenden Beobachtungen manches schnell erkennbar, so daß nicht selten weitere Untersuchungen unterbleiben oder wenigstens eingeschränkt werden können.