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Die Bedeutung der quantitativ-mineralogischen Gesteinsanalysen für die Technologie der natürlichen Bausteine

Udluft, H.

Kurzfassung

In den 30er Jahren ist in der ehemaligen Preußischen Geologischen Landesanstalt in Berlin, vor allem unter der Leitung von BURRE, eine Steinbruchkartei eingerichtet worden, die in enger Fühlungnahme mit dem Staatlichen Materialprüfungsamt und dem Lehr- und Forschungsinstitut für Steine und Erden in Köthen gestanden hat. Es ist damals bei den vorbereitenden Arbeiten für den Bau der Autobahnen eine Vereinbarung zwischen den genannten Instituten getroffen worden, um sichere qualitätsmäßige Erfassung des natürlichen Gesteinsmaterials zu erreichen. Die Zusammenarbeit war so organisiert, daß Steinbruchbesichtigungen und Probeentnahmen durch die Geologische Landesanstalt ausgeführt wurden. Die Proben wurden dann in der Landesanstalt petrographisch untersucht und dem Materialprüfungsamt zur Ausführung der technologischen Untersuchungen übergeben. Diese umfaßten Bestimmungen der Druckfestigkeit im trockenen, wassersatten und ausgefrorenen Zustand, Bestimmung des Raumgewichts, spezifischen Gewichts, des Porenvolumens, der Abnutzbarkeit, der Abnützung beim Schleifen, Abnützung durch den Sandstrahl, Schlagfestigkeit und Wasseraufnahme in Prozent. Das Lehr- und Forschungsinstitut in Köthen hat betriebswirtschaftliche und betriebstechnische Untersuchungen ausgeführt. Da die Durchführung dieser umfassenden Arbeiten natürlich mit nicht unerheblichen Kosten verbunden war, mußten die Steinbruchbesitzer den Antrag zur Untersuchung stellen und für diese Untersuchungen eine Gebühr bezahlen, deren Höhe nicht mehr bekannt ist. Es war bei der Einrichtung dieses Arbeitsganges beabsichtigt, daß diejenigen Firmen, die die Untersuchungen durchführen ließen, es gewissermaßen als Reklame auffassen sollten, wenn sie unter ihrem Firmentitel die Angabe machen konnten: "Aufgenommen in die Deutsche Steinbruchkartei".