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Die Auswertung der Innenstrukturen von Basaltvorkommen für die Praxis

Murawski, H.

Kurzfassung

Bei der Prospektion unverritzter Basaltvorkommen können Geologie und Geophysik (vor allem durch die Mittel der Magnetik) gewisse Aussagen über die Ausbildung eines Lagers beibringen, aber auch während des Abbaues kann durch genaue Untersuchung aller Erscheinungen in bestimmten Zeitabständen wichtiges Material für die Vorausbestimmung der weiteren Abbautätigkeit erworben werden. Außer der üblichen geologischen Feldaufnahme ist es notwendig, die Innenstrukturen des Vorkommens genau und sorgfältig zu registrieren. Der Basalt ist in fast allen Fällen in Säulenform ausgebildet, und es lockt daher, die Lagerung solcher Säulen in die Untersuchung einzubeziehen. Solche Messungen haben sich bei den Vorkommen in der Umgebung von Göttingen zur Klärung mancher Lagerungsformen der Basalte sehr bewährt. Allerdings wurden die angeführten Untersuchungen nicht aus praktischen Gründen, sondern aus rein wissenschaftlichem Interesse unternommen. Der praktische Wert zeigte sich erst im Verlauf der Arbeit. Da jedoch jedes Vorkommen dem Beobachter die Untersuchungsmethode aufzwingt, ist selbstverständlich erst zu prüfen, ob auch anderwärts die gleichen Schlüsse zu ziehen sind wie gerade bei dem Vorkommen des Göttinger Bereiches. Die Meßtätigkeit innerhalb der Basaltvorkommen ist vor allem deshalb erschwert, weil infolge der magnetischen Eigenschaften des Basaltes ein Messen mit dem Kompaß nur ungenaue Werte, ergibt. So wurde ein Horizontalwinkelmesser benutzt, um die Winkel messen zu können, welche die Verlängerungen der Säulenrichtungen mit einer im Steinbruch festgelegten Meßlinie ergeben. Eine weitere Schwierigkeit stellt die kartographische Darstellung der gemessenen Werte dar. Die Darstellung der Säulenfallrichtungen als Pfeile ergibt ein wirres und unübersichtliches Bild. Daher wurde bei allen unseren Kartenbildern das Streichen und Fallen jener Fläche dargestellt, auf der die Säulen im Meßpunkt "normal" stehen. Es handelt sich also bei den eingetragenen Zeichen nicht um Streichzeichen von Flächen, die im Steinbruch als solche erkennbar sind.