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Eine neue Darstellungsweise von Mineralwasseranalysen, gezeigt am Beispiel nordhessischer Mineralquellen

Udluft, Hans

Kurzfassung

In Anlehnung an die "Richtlinien und Begriffsbestimmungen für die Anerkennung von Bade- und Heilklimatischen Kurorten usw." (herausgegeben vom Deutschen Bäderverband, 1951), in denen die Namengebung von Mineralwässern erörtert wird, wurden Analysenschaubilder der Mineral- und Heilquellen aus dem Raum des Reg.-Bez. Kassel gezeigt und miteinander verglichen. Die Bilder beruhen auf der Überlegung, daß der Lösungsinhalt in mg/l als qmm einer Kreisfläche dargestellt wird; in dieser werden die nicht ionisierten Anteile in einem kleineren Innenkreis und die ionisierten in Millivalprozenten auf der Peripherie des Außenkreises (400°-Kreis) abgetragen. Dadurch entstehen Flächen, die im äußeren Kreisring den ionisierten Lösungsinhalt charakterisieren. Die Ionenbeträge unter 0,5 Millivalprozent werden als Teile von Radien dargestellt; die die Ionen kennzeichnenden Flächen farbig wiedergegeben. Die Darstellungsweise ist in "Heilbad und Kurort", 10, 1951, in schwarzweißer Darstellung zuerst veröffentlicht. Außer den Heilquellen von Bad Wildungen, über die Verf. bereits einmal berichtet hat, wurde die geologisch-hydrologische Stellung der Quellen von Bad Salzschlirf, Bad Hersfeld, Bad Sooden-Allendorf und Karlshafen besprochen. Die Profile der Bohrungen, aus denen das Mineralwasser aus dem Zechstein bzw. dem Buntsandstein aufsteigt, wurden zusammengestellt. Aus dem Vergleich zweier gleichzeitig projizierter Schaubilder wurden eine Reihe von Beziehungen der Mineralwässer zu den den Untergrund aufbauenden Schichten abgelesen. Eine Reihe weiterer Solquellen und Säuerlinge wurden in ihrer Stellung erörtert und zum Vergleich herangezogen, für die hier nur die Ortsangaben gegeben werden können: Bodenfelde, Vaake, Trendelburg, Hofgeismar, Speele, Wilhelmshöhe, Wendershausen, Widdershausen, Philippsthal-Vacha, Großenlüder, Geismar, Volkmarsen, Zwesten, Weihers, Lütter, Rönshausen und Döllbach.