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Der geophysikalische Nachweis der Flöze in Bohrung Senden 11 a

Wolf, W.

Kurzfassung

In der Bohrung Senden 11 a wurden erstmalig geophysikalische Bohrlochmessungen im Ruhrkarbon in großem Umfang eingesetzt. Auf diese Weise konnte das auf Grund der Spül- und Kernproben aufgestellte petrographische Bohrprofil nachgeprüft und ergänzt werden (von den rund 1000m Karbon, die die Bohrung durchsunken hatte, lagen nur 70m Kerne vor). Bei diesen geophysikalischen Messungen kamen die Flöze in der Gammastrahlung fast immer als ausgesprochene Minima zum Ausdruck, wobei im einzelnen allerdings ihre Unterscheidung von Sandsteinbänken, die sich durch ähnliche Minima auszeichnen, auf Schwierigkeiten stieß. Besonders ausgeprägt sind die Flöze in der lateralen Widerstandskurve, während die scheinbare Flözmächtigkeit aus der kleinen Normalen abgeleitet werden konnte. Auch in der Potentialkurve heben sich die Flöze als schwache Minima ab - ähnlich wie manche Sandsteinbänke. Die Frage, ob eine Unterscheidung von Flözen und Sandsteinbänken nicht nur durch das Bohrfortschrittsdiagramm, sondern auch an Hand des Mikrologs erfolgen kann, wird z. 2. geprüft. - Wenn auch die elektrischen Verhältnisse im Steinkohlengebirge wesentlich andere sind als in der Braunkohle, so zeigte sich doch jüngst, daß selbst bei Anthrazitbohrungen sich die Flöze noch gut in den Schlumberger-Profilen ausprägen.