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Fluvioglaziale Rücken bei Recklinghausen

Steusloff, U.

Kurzfassung

Vom Südhange des Recklinghäuser Höhenzuges ziehen, hinunter zum Emschertale, zwei fluvioglaziale Rücken, die von BÄRTLING, BREDDIN und UDLUFT als Endmoränen gedeutet worden sind. Der westliche zieht durch Hochlar, der östliche nördlich von Berghausen (beide bei Recklinghausen). Sie sind aus Sanden, Kiesen und Schottern aufgebaut, die in der Richtung dieser Wallberge aufgeschüttet wurden. Der Berghausener Wallberg ist z. T. mit Grundmoräne bedeckt, beide mit jüngerem Lösse überzogen. Da sie fast bis an den Löß heran unverwittert sind, ist anzunehmen, daß sie ursprünglich bedeutend höher waren und in die Osgräben während des letzten Glazials (Brodeltöpfe) viel Material abgaben. Die groben Schotter verhinderten weitere Abtragung. Der Berghausener Wallberg zeigt in seinem Kerne hochgepreßte ältere Ablagerungen und eingepreßte Grundmoräne. Beachtenswert ist die enge Verknüpfung beider Wallberge mit auffällig stark entwickelten Quellschlucht-Systemen, welche ihrerseits deutlich an Sprünge des Karbons im Untergrunde geknüpft sind. Eine solche Verbindung konnte weiter westlich im Gebiete von Buer einwandfrei nachgewiesen werden. In der Aussprache wies Herr WEHRLI darauf hin, daß in Recklinghausen selber ähnliche Sandabsätze in enger Verbindung mit einem weiteren Sprunge des Karbons vorhanden sind.