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Zur Stratigraphie und Paläogeographie des Wealden im Raum Osnabrück

Wager, Rudolf

Kurzfassung

Der Wealden im Osnabrücker Raum stellt einen Ausschnitt aus dem beckenrandnahen Bereich dar, für welchen nach SEITZ (1949) eine "Ton- und Sandfazies" gegenüber der "Tonfazies" des nördlich gelegenen Beckeninneren bezeichnend ist. Insgesamt handelt es sich um eine Folge tonigen Gesteins mit örtlich eingeschalteten Sandsteinen, Kohleflözen, Lumachelle-Kalken und Toneisenstein-Geodenlagen; sie ist generell brackisch-limnisch entstanden. Der Wealden kommt in 2 Bereichen zutage, welche durch den Ausstrich älterer Gesteine des Osnabrücker Berglandes voneinander getrennt sind; 1. Teutoburger Wald in einem von Ibbenbüren bis Bielefeld sich erstreckenden Zug, 2. nördlich des Wiehengebirges bei Bohmte und Levern-Sundern. Die Tabelle zeigt die jeweils typische Entwicklung in den beiden Bereichen. Die Linsenform der Sandsteinlagen und ihre wechselnde Lage im Profil (Einschüttung von Sandfächern) bedingt, daß diese Lagen nur örtlich für Zwecke der Gliederung brauchbar sind. Die tiefere Sandsteinfolge ist nur im Teutoburger Wald vorhanden. Die Sandsteine sind von Süden eingeschüttet; die gesamte Mächtigkeit nimmt vom Dütetal aus nach Norden, Westen und Osten relativ rasch ab. Die obere Sandsteinfolge ist dagegen sowohl im Teutoburger Wald wie auch nördlich vom Wiehengebirge vorhanden. Nach Mächtigkeitsverhältnissen, Körnung usw. muß angenommen werden, daß das klastische Material aus einem nördlich gelegenen Liefergebiet stammt. Die im Dütetal optimal entwickelten Kohlenflöze (zwei durch etwa 40 m Mittel getrennte Flözpaare) lassen sich mit den im Teutoburger Wald weiter östlich und weiter westlich örtlich nachgewiesenen Flözen z. T. einwandfrei parallelisieren; dasselbe gilt für die Flöze in dem Gebiet von Bohmte-Levern-Sundern.