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Stratigraphische und fazielle Untersuchungen im Bereich der Lemberg- und Obermoscheler Kuppeln (Nordost-Pfalz)

Habicht, Hermann

Kurzfassung

Vorwort Vorliegende Arbeit wurde auf Anregung meines verehrten Lehrers, Herrn Prof. Dr. H. FALKE, während der Zeit vom Herbst 1949 bis zum Frühjahr 1951 am geologischen Institut der Universität Mainz durchgeführt, wo sich auch die ausführliche Originalarbeit und die geologische Karte befindet. Ihm sowie seinen Assistenten Herrn Dr. K. W. GEIB und Dr. BR. ENGELS bin ich für Rat und Tat zu großem Dank verpflichtet. Gleichzeitig möchte ich auch den Landräten des Kreises Rockenhausen, Herrn Dr. MEISTER und MÜLLER, für die mir zuteil gewordene materielle Unterstützung danken, durch die eine Geländearbeit erst ermöglicht wurde. Ebenso seien an dieser Stelle Frau LOTTE LELLBACH (Odemheim), Herrn Lehrer HERZOG (Duchroth), Herrn Dipl.-Ing. BURKHARDT (Obermoschel) sowie Herrn Dr. FICKEIS (Odernheim) für ihre mir manchmal sehr nützlichen Hinweise gedankt. A. Einleitung Das Arbeitsgebiet liegt auf dem Meßtischblatt Meisenheim und erstreckt sich vom NE-Rand des Pfälzer Sattels bis in die Nahemulde. Durch diese Übergangslage ergab sich während der geologischen Kartierung die Notwendigkeit, alle bisherigen Gliederungen des Unterrotliegenden einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Vergleicht man diese Versuche, so stehen sich im wesentlichen die Gliederungen des Pfälzer Sattels (O. M. REIS, 1921) und die der Nahemulde (A. LEPPLA, 1924) gegenüber. Mit anderen Worten drücken sich hierin die Becken- und Randfazies des großen Saar-Nahe-Beckens aus (H. FALKE, 1950). Die Grundlage einer neuen Gliederung, wie sie bereits von H. FALKE (1950) vorgeschlagen wurde, mußten sedimentpetrographische Untersuchungen sein, welche bisher, abgesehen von denen R. SCHÜTTIGS (1938), viel zu wenig unternommen wurden. Für stratigraphische Untersuchungen haben sich Kalkbänke, Kohlenflöze, Rothorizonte und einzelne Konglomeratlagen als geeignet erwiesen. Sie erfuhren, wie unter anderem auch die Kohlen, eine eingehende petrographische Bearbeitung. Großer Wert wurde auch auf die Sandstein- und Konglomeratanalysen gelegt.