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Angewandte Geologie im Kreidedeckgebirge des Ruhrbezirks

Wolansky, Dora

Kurzfassung

Seit dem Jahre 1950 gibt die Westfälische Berggewerkschaftskasse zu Bochum im Rahmen des bergmännisch-geologischen Übersichtskartenwerkes für den rheinisch-westfälischen Steinkohlenbezirk (vgl. C. HAHNE, dieser Band, S. 441) eine "Deckgebirgskarte" i. M. 1:25 000 heraus, die auf die praktischen Belange des Ruhrbergbaues ausgerichtet ist und von der Verfasserin bearbeitet wird. Es ist die Herstellung von insgesamt 17 "Großblättern" geplant, deren Benennung, Anordnung und Bereich aus der Abb. 1 zu ersehen ist. Jedes Blatt ist mit einem dazugehörigen Erläuterungsheft versehen, in dem neben einer allgemeinen geologischen Übersicht die für den Bergbau wichtige praktische Auswertung hinsichtlich des Gesteinsverhaltens und der Wasserführung der Schichten besonders ausgeführt wird. Die Karte bezweckt, dem Betrachter einen raschen Überblick über das Deckgebirge hinsichtlich seiner Mächtigkeit, Gesteinsausbildung, Wasserführung und stratigraphischen Gliederung zu vermitteln. Auf einem Grundrißblatt i. M. 1:25 000, das mit dem Bochumer Koordinatennetz versehen ist, sind die Grenzen der verliehenen Grubenfelder, die Ansatzpunkte der ausgewerteten Schächte und Bohrungen sowie Begrenzungslinien bemerkenswerter geologischer und hydrologischer Horizonte eingetragen. Dazu kommt ein Lagekärtchen im Maßstab 1:150 000, das die Lage der Karbonoberfläche in Höhenkurven, die wichtigsten Störungen, Flüsse und Ortschaften enthält. Die Hauptsache sind die Säulen schnitte i. M. 1:5000, die die Entwicklung der Deckgebirgsschichten von der Tagesoberfläche bis zur Karbonoberkante zur Darstellung bringen. Sie sind für die Schachtaufschlüsse raumbildlich, für die Bohrprofile plan gezeichnet. Die Säulen erscheinen auf die Ansatzpunkte im Grundriß gestellt und lassen durch ihre Länge auf einen Blick die jeweiligen Deckgebirgsmächtigkeiten erkennen.