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WERNER PAECKELMANN 

Schmidt, Hermann

Kurzfassung

Die Deutsche Geologische Gesellschaft betrauert in diesem Jahr den Verlust eines ihrer eifrigsten Mitglieder und Förderer, WERNER PAECKELMANNS. Geboren am 23. Februar 1890 in Elberfeld, wuchs er nach dem frühen Tode seines Vaters, des Oberlehrers und Professors Dr. HERMANN PAECKELMANN, unter der Obhut seiner umsichtigen Mutter auf. Er war der dritte von sechs Geschwistern, von denen der älteste Bruder WOLFGANG, im Alter um 10 Jahre voraus, in der Erziehung nicht unwesentlich mitwirkte. Nach Absolvierung des Realgymnasiums wurde 1909 das Studium der Geologie in Marburg begonnen. Die Anregung dazu ging auf Beobachtungen in der Heimat zurück, auch auf ERICH KAISER, welcher zu den aus Elberfeld stammenden Geologen gehörte. WERNER PAECKELMANN war schon als Schüler sammelnd und beobachtend geologischen Fragen nachgegangen, beispielsweise war er an der Arbeitsgemeinschaft von Schülern zur Erforschung der Kluterthöhle bei Gevelsberg beteiligt. Aus dieser Zeit stammt die niemals getrübte Freundschaft mit dem Unterzeichneten. Dieser hat als der jüngere oft in den Ferien teilnehmen dürfen an dem, was WERNER PAECKELMANN nach den Semestern als Neuss aus der Geologie zu berichten wußte. Die alpine Geologie erschloß sich ihm in einem Sommersemester in Grenoble bei KILIAN; Wanderungen im französischen Zentralplateau schlossen sich an. Als Schüler des von ihm hochverehrten EMANUEL KAYSER promovierte PAEKKELMANN 1913 in Marburg mit einer sehr inhaltreichen Arbeit über "Das Oberdevon des Bergischen Landes", welche in den Abhandlungen der Geologischen Landesanstalt Berlin, Heft 70, erschienen ist. Vergleichsexkursionen hatten vor der Fertigstellung nach Belgien und Nordfrankreich geführt. Zu Beginn des Jahres 1914 hat er das 1. Staatsexamen für den höheren Schuldienst abgelegt.