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Zur Geologie des Devon-Kulm-Gebietes bei Buchenau/Lahn

Schönenberg, R.

Kurzfassung

A. Einführung und Zusammenfassung Die folgenden Ausführungen befassen sich mit dem etwa dreieckig umgrenzten Devon-Karbon-Komplex nördlich der oberen Lahn bei Buchenau. Dieses Gebiet liegt am NO-Ende der Dillmulde und sinkt nach Osten unter das Perm der Hessischen Straße ab. Im Sinne der von W. KEGEL (1934) gegebenen tektonischen Gliederung der Dillmulde handelt es sich speziell um die nordöstlichen Ausläufer der "Eisemröther Schuppe". Diese grenzt im Westen des Untersuchungsgebietes entlang einer SW-NO streichenden Überschiebung gegen die Kulmmulde von Kombach-Engelbach, den NO-Teil der "Herborner Kulmmulde" KEGELS. Die stratigraphischen und tektonischen Aufnahmen bei Buchenau sind gedacht als Grundlage für Untersuchungen über die Beziehungen zwischen Tektonik und Vulkanismus während des devonisch-unterkarbonischen Geosynklinalstadiums der Dillmulde, und zwar in Fortsetzung ähnlicher Arbeiten im Schleizer Trog des ostthüringischen Variszikums (SCHÖNENBERG, 1951). Die großmaßstäbliche Kartierung ergab zunächst weitgehende Gliederungsmöglichkeiten des Oberdevons und damit seinen stratigraphischen Anschluß an das besser bekannte und gegliederte Oberdevon bei Biedenkopf-Laasphe. Auf dieser stratigraphischen Basis wiederum ließen sich einerseits die bretonischen Vertikalbewegungen im höheren Oberdevon nicht nur qualitativ, sondern bis zu einem gewissen Grade auch quantitativ erfassen und in Beziehung zum Deckdiabas-Vulkanismus setzen, andererseits konnte die Faltungs- und Überschiebungstektonik bis in wesentliche Einzelheiten geklärt werden. Die Spezialaufnahme des Buchenauer Gebietes hat manche Ergebnisse gezeitigt, die unsere bisherigen Kenntnisse (Bl. Buchenau der geologischen Karte von Preußen, aufgenommen durch C. W. CORRENS und TH. SCHMIERER, 1934) über diesen kleinen aber wichtigen Ausschnitt des ostrheinischen Schiefergebirges in wesentlichen Zügen erweitern und modifizieren. Darüber hinaus zeichnen sich gewisse Richtlinien ab, denen die im Gange befindlichen Untersuchungen über Tektonik und Vulkanismus im Geosynklinalstadium der Dillmulde nachzugehen haben.