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Zur Frage des Grenzhorizontes in den Hochmooren des Jadegebietes

Pfaffenberg, Kurt

Kurzfassung

Im Torf des Mentzhauser Moores, südöstlich Varel (Oldenburg), wurden Baumstämme gefunden, die Spuren menschlicher Bearbeitung zeigten und wohl als Floßholz zu deuten sind. Die genaue Lage der Fundstelle ist aus Abb. 1 zu ersehen. Im Profil (Abb. 2) liegt die Unterkante der Floßhölzer bei 1,05 m. Zur Festlegung des Alters der Fundstelle wurde ein Torfprofil durch Herrn Dr. HARTUNG, Oldenburg, gewonnen. Ihm verdanke ich die Übermittlung der vollständigen Torfsäule zur pollenanalytischen Untersuchung. Es wurden zunächst Proben in einem Abstand von 3 cm für die mikroskopische Untersuchung entnommen. Der Rest ist zur makroskopischen Untersuchung (Samenanalyse) geschlämmt worden. Aus dem gleichen Moore hat F. BRINKMANN (1934) ein Profil, etwa 3 km von der Fundstelle der Baumstämme entfernt, untersucht (Abb. 1). Als Ergebnis seiner stratigraphischen und pollenanalytischen Untersuchung an diesem Profil stellt er heraus, daß der Zersetzungskontakt nach seiner Diagrammlage nicht dem WEBERschen Grenzhorizont entspricht. Dabei hält der Autor dieses für eine Einzelerscheinung, die nur in der Umgebung des Jadebusens angetroffen wird. OVERBECK & SCHNEIDER (1928, S. 29, und 1940, S. 375) verweisen mehrmals auf dieses Profil und auf die Profile aus dem Sehestedter Moor und betonen, daß die pollenanalytische Diagrammlage des Kontaktes im Gebiet des Jadebusens zweifellos einem sehr viel späteren Zeitabschnitt entspricht. Darin ist den Verfassern nur zuzustimmen.