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Lagerstätten keramischer Rohstoffe in der Niederrheinischen Bucht und ihren Randgebieten

Ashauer, W.

Kurzfassung

In der Niederrheinischen Bucht, einem großen Einbruchsgebiet in das Rheinische Schiefergebirge, das durch seinen Braunkohlenreichtum bekanntgeworden ist, treten eine Reihe wertvoller keramischer Rohstoffe, hauptsächlich tertiären und diluvialen Alters, auf. Im Südteil der Bucht herrschen Festlandsbildungen vor, im Nordteil überwiegend marine Ablagerungen. Demgemäß ist eine Häufung von Tonlagerstätten des älteren und mittleren Tertiärs im Südteil festzustellen. Die marinen, meistens sandigen Tone des Nordteils sind wegen zahlreicher als Flußmittel wirkender Verunreinigungen für keramische Zwecke nicht zu verwerten. Erst im Jungtertiär und im Diluvium, die von marinen Einflüssen nicht mehr erfaßt wurden, sind auch hier wieder bauwürdige Lager ausgebildet. Der geologische Bau der Niederrheinischen Bucht und die Einordnung der Lagerstätten in das Gesamtprofil werden erläutert. Es werden Vorkommen älter als das Hauptbraunkohlenflöz (Oberoligozän bis Mittelmiozän), gleichaltrige mit diesem und jüngere unterschieden, die sich in ihrem keramischen Verhalten und ihrer mineralogischen Zusammensetzung wesentlich unterscheiden.