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Geologie und Landschaft der Ennskraftwerke

Bistritschan, Karl

Kurzfassung

In den letzten 15 Jahren wurden im steyrischen Ennstal nahezu 9000 m Bohrungen niedergebracht (darunter über 3000 m von der Ennskraftwerke AG. Steyr, Ob.-Österr., durchschnittlich 50, maximal 120 m zum Studium des Problemes der energiewirtschaftlichen Nutzung des Grundwasserspeichers Mittelennstal). Wenn auch zufolge der Unregelmäßigkeit von Flußablagerungen Änderungen in der Schichtmächtigkeit auftreten, so sind doch im ganzen Raume einzelne Horizonte und Leitlinien immer wieder deutlich zu erkennen. Die Ablagerung durchgehender Schluffhorizonte auf 20-30 km Länge ist nur in einem größeren Seebecken zu erklären. Bergstürze haben die Gesäuseschlucht mehrmals verschüttet, in dem dahinter entstandenen, viele Kilometer langen Stausee gelangte Schluff zur Ablagerung. Zwischen den Schluffhorizonten liegen mächtige Schotterhorizonte. Für den Raum Gesäuseeingang bis zur Mündung der Enns in die Donau bei Mauthausen (rund 155 km) liegt eine vom Referenten bearbeitete flußbaugeologische Karte im Maßstab 1:2880 als Grundlage für energiewirtschaftliche Planungen vor (Auftraggeber Ennskraftwerke AG., Steyr).