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Ergebnisse aus einer modernen Bearbeitung des Baugrundes von Bremen

Graupner, A.

Kurzfassung

Baugrundkarten werden in erster Linie von Planungsstellen in Auftrag gegeben. Diese brauchen Baugrundkarten für eine ihrer Aufgaben, nämlich die Herstellung von Flächennutzungsplänen. Diese sind die Nachfolger der früheren Bebauungs- und Stadterweiterungspläne. Die Flächennutzungspläne weisen folgende Flächen auf: 1. Freiflächen (Gewässer, landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Flächen, Erholungsflächen. Zu diesen gehören: Grünflächen, Sportplätze und Friedhöfe). 2. Bauflächen (Gebiete mit industrieller Bebauung, mit Wohnbebauung und mit Wohn-Gewerbe-Bebauung). 3. Verkehrsflächen (Eisenbahnen, Autobahnen, Straßen, Wasserstraßen, Häfen, Bahnhöfe, Flugplätze u. dgl.). 4. Sonderflächen (Wasserwerke, Gaswerke, Elt-Werke, Kasernen, Strafanstalten, Krankenhäuser u. ä.). Für die unter 1. genannten Flächen wurde die Stadtrandkartierung entwickelt, die auf geologisch-agronomischer Grundlage unter Heranziehung der Ergebnisse der Bodenschätzung beruht. Die Karten sollen nicht nur den bodenkundlichen Bestand, sondern auch die Eignung des Geländes für Erwerbsgartenbau, Kleinsthöfe u. ä. erkennen lassen. Diese Kartierung wird auch in Bremen in der üblichen Weise durchgeführt und soll hier nicht näher besprochen werden. Für die Kartierung der Flächen 2-4, wobei besonders die geplanten, aber noch nicht besetzten Bauflächen zu untersuchen sind, wurden die Baugrundkarten entwickelt, welche auf baugrundgeologischen und petrographischen Grundlagen beruhen. Da alle Bauwerke im Bereich ihrer Druckzwiebel auf den Untergrund wirken, grenzt eine moderne Baugrundkarte nicht nur Flächen, sondern in die Tiefe gehende Räume ab. Für moderne städtische Bebauung ist die Kenntnis des Geländes bis 10 m Tiefe nötig.