Original paper

Die Bedeutung der geologischen Verhältnisse für die Beurteilung von scheinbaren und echten Bergschäden

Semmler, W.

Kurzfassung

An Hand zahlreicher Lichtbilder erklärte der Vortragende die Bedeutung des Bodens und Untergrundes für die Beurteilung von scheinbaren und echten Bergschäden. Die Bilder über echte Bergschäden zeigten vor allen Dingen das Verhalten des Buntsandsteines gegenüber anderen Sedimentgesteinen. Der Buntsandstein ist durchweg senkrecht geklüftet und infolgedessen reißt der Sandstein in senkrecht verlaufenden großen Spalten auf. In modellartiger Weise konnte ein Grabenbruch besonders schön erklärt werden. Beim scheinbaren Bergschaden wurden in erster Linie Hangrutschungen und Gleitungen gezeigt. Die meisten Vorkommen befanden sich im Saarland. Aber auch die Belastung des Untergrundes an Hängen durch Steinschutt, durch Straßendämme und dergleichen verursachen Rutschungen und Dammbrüche. Straßenverlegungen, vollkommen neue Aufschüttung von Straßendämmen und Begradigungen waren die Folgen bei einer Hangrutschung. In Körprich wurde eine Siedlung fast vollkommen zerstört. Die zusammenhaltende Kraft der Wurzeln zeigten 2 Bilder sehr deutlich. Aber im Rotliegenden ist der Verwitterungsboden so tonig, daß er auch selbst von Wäldern nicht gehalten wird. Zum Schluß wurde noch ein tixotroper Vorgang in der Kursziawka aus Oberschlesien gezeigt.