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Das Phosphor/Eisenverhältnis in einigen Horizonten des süddeutschen Jura

Seibold, E.

Kurzfassung

Während der Phosphorgehalt der Lothringer Minette nach den bei BICHELONNE & ANGOT (1939) und LUCIUS (1946) mitgeteilten Analysen zwischen rund 0,1 und 1,5%, der Eisengehalt zwischen 5 und 20% schwanken, sind die entsprechenden Zahlen für die Kalke und Mergel des gebankten unteren Malm der Schwäbischen Alb nach eigenen Untersuchungen 0,01 und 0,06 bzw. 0,1 und 2%. Phosphor- und Eisengehalt sind in beiden Fällen grob proportional. Das Verhältnis des im Sediment vorhandenen Phosphors zum Eisen liegt bei der Minette im Durchschnitt (von 266 Analysen) bei 2,4%, beim unteren Malm (rund 400 Analysen) bei 4,6%. Es liegt somit nahe, in beiden Fällen an eine - in der Literatur schon mehrfach erwähnte - Phosphoranlieferung durch das Eisen zu denken. Berücksichtigt man zudem den Kalkgehalt des Sediments, so fällt auf, daß hoher Kalkgehalt niedere Eisen- und Phosphorwerte ergibt. Mergellagen enthalten dagegen mehr Phosphor und Eisen. Die Hauptanlieferung des Phosphors hängt also mit der Zufuhr terrigenen Materials zusammen, nicht mit der Ausfällung von Kalk. Betrachtet man nun aber das Phosphor/Eisen-Verhältnis, so steigt dieses interessanterweise mit dem Kalkgehalt. Am deutlichsten ist dieser Zusammenhang zu fassen, wenn zahlreiche Analysen statistisch ausgewertet werden können.