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Schotteranalyse und Paläogeographie der Subalpinen Molasse Südbayerns

Schiemenz, Siegfried

Kurzfassung

Die folgenden Ausführungen sind Ergebnisse einer im Auftrage der PREUSSAG in deren Konzession und ihrer weiteren Umgebung durchgeführten Arbeit. Für die großzügige Unterstützung mit Rat und Tat bin ich Herrn Dr. F. BREYER zu größtem Dank verpflichtet. Herrn Prof. E. KRAUS danke ich die Einführung in die Probleme der Molasse während der Kartierungen im Sommer 1951. Für die Aufnahme und Betreuung in seinem Institut danke ich meinem verehrten Lehrer Herrn Prof. G. FISCHER. Alle an den Kartierungen für die PREUSSAG beteiligten Herren haben die Arbeit unterstützt. Danken möchte ich vor allem Herrn Dr. HAGN, Herrn Prof. SCHMIDT-THOMÉ, Herrn Dr. VOLLMAYR, Herrn Dr. ZEIL und Herrn Dr. ZÖBELEIN Wurden im Bereich der ungefalteten Molasse vorwiegend Schwermineralanalysen zur Erforschung der Schichten durchgeführt, so konnte das Schwergewicht bei der Erforschung der Subalpinen Molasse auf die Untersuchung der reichlich vorhandenen Schotter gelegt werden, die die weitgehendsten Aussagen über Paläogeographie und Entstehung der Molasse versprachen. Es wurden über das ganze Gebiet, regional und stratigraphisch verteilt, Geröllauszählungen vorgenommen, und zwar wurden aus den Korngrößen 1-2 cm und 3-5 cm je 200 Gerölle pro Aufschluß gezählt. Soweit sie vorhanden waren, wurden auch die Korngrößen 7-10 cm und über 10 cm bearbeitet, jedoch waren von dieser Korngröße in einem Aufschluß meist nur 40-100 Gerölle vorhanden. Nur in wenigen Fällen wurden auch die dazwischen liegenden Korngrößen ausgezählt, wie z. B. bei den in Abb. 1 und 2 dargestellten Proben. Bei der Darstellung der ausgezählten Probe wurde auf der Abzsisse die Korngröße, auf der Ordinate der Prozentgehalt der Gerölle abgetragen, beide in positiver Achsenrichtung zunehmend.