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Zur Stratigraphie des Westmünsterländer Santons und Campans

Arnold, H.

Kurzfassung

In Cl. SCHLÜTERS Heimat und erstem Arbeitsgebiet sah sich Vortr. vor die Aufgabe gestellt, die von diesem für das Campan, später von WEGNER fürs Santon und letzthin von WEHRLI für die Baumberges und Coesfelds nähere Umgebung geschaffenen Gliederungen der höheren Oberkreide anläßlich der vom Amt für Bodenforschung (Krefeld) durchgeführten Übersichtskartierung der Bll. Coesfeld-West und -Ost, Horstmar und (z. T.) Ahaus zu überprüfen und zu ergänzen. Er kam zu beigefügter Gliederung, die sich bei Spezialkartierung noch weiter verfeinern ließe. Ergänzend zur Schilderung des Gesteinscharakters und der faziellen Verhältnisse wurden Angaben über die (z. T. wechselnden) Mächtigkeiten und den allgemeinen Faunencharakter gemacht. Eine skizzenhafte abgedeckte Karte des Baumberge-Gebietes diente zur Illustrierung der räumlichen Verhältnisse, doch konnte auf die Tektonik nicht näher eingegangen werden; jedenfalls sind die Lagerungsverhältnisse recht einfach. Einige Bilder zeigten den Gesteinscharakter, wie er uns in den Aufschlüssen entgegentritt. Da der mikropaläontologische Befund noch nicht Vorliegt und die Bearbeitung der Megafossilien erst begonnen ist, ist die vorgeführte paläontologisch-stratigraphische Einstufung noch als eine vorläufige zu betrachten, doch wird sich Wesentliches wohl kaum ändern. Aus der Reihe der über 2000 im Kartiergebiet geborgenen Fossilien wurden die 77 schönsten Aufnahmen mittels eines Dia-Streifens vorgeführt und kurz erläutert. Außerdem wurde auf neugefundene Verkieselungserscheinungen im münsterländischen Oberkreide-Gebiet aufmerksam gemacht.