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Der Abbau der Kalisalze in Deutschland und in den Vereinigten Staaten

Feit, U.

Kurzfassung

Die Weltproduktion an Kalidüngesalzen ist von 1913 bis 1951 einschließlich von 1,1 Millionen Tonnen Reinkali (K2O) auf 5,1 Millionen Tonnen gestiegen. Deutschland (Ost und West) hat seine Produktion in dieser Zeit von 1,1 auf 2,4 Millionen Tonnen Reinkali, die Vereinigten Staaten von 0 auf 1,3 Millionen Tonnen steigern können. Die Erhöhung der Produktionsmenge der Vereinigten Staaten fällt nahezu ausschließlich in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, sie ist weiter in schneller Steigerung begriffen. Der Abbau der Kalisalze paßt sich der Form der Lagerstätten an, die in Deutschland sehr mannigfaltig gestaltet sind. Demgegenüber sind die Lagerstätten in den Vereinigten Staaten - sämtlich im Staate New Mexico - sehr gleichmäßig, horizontal, in geringer Tiefe (270 Meter), weich und mit einem Kaligehalt, der den besten deutschen Lagerstätten gleichkommt (24% K2O). Deutschland ist das historische Land des Kalisalzbergbaues, die Abbaumethoden haben sich hier im Laufe der Jahrzehnte in immer besserer Anpassung an die verschiedenen Lagerstätten zu großer Vollkommenheit entwickelt. Die Gewinnung (Sprengarbeit) und die Abförderung der gewonnenen Salze, die anfangs mit viel Handarbeit ausgeführt wurde, wird jetzt nahezu ganz maschinell bewirkt. Elektrische Bohrmaschinen, Schrapper, Lokomotiv-, Ketten- und Seilbahn- sowie Band-Förderung sind aus dem deutschen Salzbergbau nicht mehr fortzudenken. Der Abbau der Salze in New Mexico konnte auf diesen Erfahrungen aufbauen und hat, in Anlehnung an die modernste Methode des amerikanischen Kohlenbergbaus in horizontalen Flözen, von vornherein eine noch stärkere Mechanisierung vorgenommen. Das gutartige Salz erlaubt die Herstellung eines Schrames auf dem Liegenden des Lagers zur Unterstützung der Schießarbeit. Auf der so geschaffenen glatten Sohle laufen Bohrwagen, Lademaschinen, Pendeltransportwagen (shuttte cars) auf luftbereiften Rädern. Nur in den Hauptförderstrecken werden die großen Entfernungen durch Lokomotiv- oder Bandförderung überwunden.