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Analysenschaubilder als Hilfsmittel für die geohydrologische Auswertung der Analysen von (einigen hessischen) Mineral- und Heilwässern

Udluft, Hans

Kurzfassung

Über eine neue Darstellungsweise von Mineralwasseranalysen ist bereits (1953) berichtet worden. Eine Reihe kleinerer Abweichungen und Ergänzungen von bzw. zu dem dort gemachten Vorschlag sind z. B. in Übereinstimmung mit den im Vortrag FRESENIUS erörterten Richtlinien über die chemische Nomenklatur von Mineralquellen notwendig geworden. Sie betreffen die Reihenfolge der Ionen bei der Zeichnung der Schaubilder, die innerhalb der Ionengruppen (z. B. der Alkalien) nach steigendem Atomgewicht gehen soll. Für die bildmäßige Darstellung des chemischen Charakters von Mineralquellen (z. B. in einem Kartenbild) sind Kreissymbole den gelegentlich benutzten Stäbchen- oder Säulendarstellungen vorzuziehen. [Man beachte die ausgezeichnete Karte, die K. FRICKE (1954) veröffentlicht hat.] Verschieden große Kreise (d.h. verschiedene Radien) lassen den unterschiedlichen Lösungsinhalt benachbarten Quellen leicht ausdrücken; 1953 habe ich vorgeschlagen, den Gesamtlösungsinhalt in mg/l durch die Kreisflächen in qmm darzustellen; doch kann in Abweichung davon auch ein verkleinernder Maßstab gewählt werden. Diejenigen Bestandteile, die nur in geringerer Menge als 0,5 Millival-% vorhanden sind, werden als Striche bzw. Radien dargestellt, dabei sind diese Radien aber nur innerhalb des Ionenringes zu zeichnen. Der auf diesen Ring entfallende Teil eines Radius kennzeichnet 0,5 Millival-%; noch kleinere Mengen sind Bruchteile eines solchen Teilradius. Ob man aber zur besseren Heraushebung vielleicht doch einen ganzen Radius (also durch den den nichtionisierten Anteil repräsentierenden Innenkreis bis zum Mittelpunkt hindurch) zeichnet, das muß jedem Benutzer der Methode freigestellt bleiben. Es muß nur irgendwie darauf hingewiesen werden.