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Geologie und Grundwasserbilanz im südlichen Wiener Becken

Küpper, H.

Kurzfassung

Zusammenfassung Die mit der Entwicklung Wiens als soziale Struktur zusammenhängende Entwicklung der Trinkwasserversorgung wird kurz skizziert und auf den Kehrpunkt des Jahres 1947 hingewiesen, seitdem der Einbau der Grundwasserkörper des südlichen Wiener Beckens in den Rahmen der Trinkwasserversorgung Wiens zur Diskussion steht. Ein in der Beckenachse des südlichen Wiener Beckens verlaufender sehr junger tektonischer Senkungsstreifen (Mitterndorfer Senke) läßt die Vorbedingungen für das Vorhandensein ausgedehnter Grundwasserleiter innerhalb seiner Schotterfüllung erwarten. Hydrologische Erwägungen lassen zu, die oberirdisch austretenden und in Oberflächengerinnen abfließenden Grundwassermengen zu schätzen. Es ergibt sich eine erste Rohbilanz, die vorläufig ohne Zuhilfenahme meßtechnischer Wertbestimmungen zuläßt, abzuschätzen, an welche Gebiete und welche Grenzen bei einem künftigen Entzug zu denken sein wird, dessen Ziel nicht der Abbau des Grundwasserkörpers, sondern die Einfügung des Entzuges in die natürliche Regeneration sein wird.