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Der Stand des Landesgrundwasserdienstes in Westfalen

Bode, H.

Kurzfassung

In Westfalen besteht schon seit vielen Jahren ein Landesgrundwasserdienst. Er umfaßte eine ganze Anzahl von Einzelbrunnen in Gebieten, die wasserwirtschaftlich besonderes Interesse boten, und es handelte sich dabei meist um aufgelassene Hausbrunnen von geringer Tiefe. Die Beobachtungsergebnisse dieser Brunnen wurden z. T. seit über 30 Jahren im Gewässerkundlichen Jahrbuch veröffentlicht. Bei der Auswahl dieser Brunnen sind geologische Gesichtspunkte nicht berücksichtigt worden und über die geologische Position der meisten von ihnen war so gut wie nichts bekannt. Diese älteren Brunnen sind in den letzten Jahren im Hinblick auf ihre geologischen und hydrologischen Verhältnisse überprüft worden. Es hat sich dabei ergeben, daß die meisten von ihnen den Anforderungen, die an die Brunnen des Landesgrundwasserdienstes gestellt werden müssen, nicht entsprechen. Sie wurden deshalb zum größten Teil abgeworfen und nur einige wenige sind in den neuen Landesgrundwasserdienst übernommen worden. Der Ausbau dieses neuen Landesgrundwasserdienstes wurde gleich nach dem Kriege in Angriff genommen. Für die Planung und Durchführung der Arbeiten ist die Abt. Wasserwirtschaft/Gewässerkunde des Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zuständig. Maßgebend sind die von dieser Dienststelle am 1. Juli 1952 erlassenen Richtlinien für den Landesgrundwasserdienst im Lande Nordrhein-Westfalen. Danach ist die geologische Beratung, die Auswertung der Bohrergebnisse usw. dem Geologischen Landesamt für Nordrhein-Westfalen übertragen. Die Herstellung der Brunnen, die Überwachung des Beobachtungsdienstes usw. geschieht durch die Wasserwirtschaftsämter. Das westfälische Gebiet läßt sich in eine Anzahl von großen Grundwasserlandschaften gliedern, deren hydrologische Bedeutung recht verschieden ist (vgl. die Abbildung).